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Spaziergang in geldstadt
© C-PROMO.de / photocase.de

Die Stadt Offenbach gibt mit dem konsolidierten Gesamtabschluss 2015 erstmalig einen umfassenden Überblick über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des „Konzerns Stadt Offenbach am Main“. Der Einzelabschluss der Gemeinde wurde mit den Abschlüssen der rechtlich selbstständigen Aufgabenträger zu einem vollständigen Bild zusammengefasst. „Der Gesamtabschluss verbindet den Konzernabschluss der Stadtwerke Offenbach Holding und den Jahresabschluss der Stadtverwaltung“, erklärt Kämmerer Peter Freier mit wenigen Worten das vorliegende Papier. Gemäß der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) seien die hessischen Kommunen verpflichtet, einen Gesamtabschluss ab dem Haushaltsjahr 2015 aufzustellen. „Wir gehören zu den ersten hessischen Kommunen, die einen solchen Gesamtabschluss vorlegen“, erklärt Freier.

Ziel eines solchen Abschlusses ist es, den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Politik eine transparente Übersicht über die wirtschaftliche Situation der Gemeinde inklusive der einzubeziehenden Aufgabenträger zu geben. Denn neben der finanziellen Lage der Kernverwaltung wird auch die der ausgelagerten Einrichtungen und Unternehmen im Detail aufgezeigt und damit die Stadt als Ganzes betrachtet.

Der Gesamtabschluss beinhaltet den Jahresabschluss der Stadt Offenbach, der städtischen Eigenbetriebe und der sogenannten verbundenen Unternehmen, an denen die Stadt die Mehrheit der Stimmrechte innehat. Das sind der Eigenbetrieb Stadt Offenbach (ESO), der Eigenbetrieb MainArbeit sowie die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) samt deren Tochtergesellschaften wie zum Beispiel die Offenbacher Verkehrsbetriebe GmbH (OVB) oder die Gemeinnützige Baugesellschaft mbH (GBO). Die sogenannten assoziierten Unternehmen, an denen die Stadt bis zu 50 Prozent der Stimmrechte besitzt, werden nach der At-Equity-Methode in den Abschluss einbezogen. Das ist der Fall bei der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) und der Rhein-Main Deponienachsorge GmbH. Die „sonstigen Beteiligungen“, an denen die Kommune einen Stimmrechtsanteil von unter 20 Prozent innehat und die aufgrund ihrer Größe für die Aussagefähigkeit des Gesamtabschlusses von nachrangiger Bedeutung sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dazu zählen das Seniorenzentrum Offenbach GmbH, der Eigenbetrieb Kindertagesstätten (EKO), die Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft mbH (OSG) und der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO).

Interessierte Bürger können dem Gesamtabschluss unter anderem entnehmen, wie viel Vermögen der Konzern Stadt Offenbach am Main zum 31. Dezember 2015 hatte, wie hoch dessen Schulden waren und wie sich Vermögen und Schulden zusammensetzten. Das Anlagevermögen betrug 1,15 Milliarden Euro: Das Geld des Konzerns war angelegt in immateriellen Vermögensgegenständen (8,9 Millionen Euro), dazu zählen Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte, in Sachanlagen (etwa 1 Milliarde Euro), etwa Grundstücke, sowie in Finanzanlagen (119,5 Millionen Euro). Die Schulden beliefen sich 2015 auf 1,21 Milliarden Euro. Im Haushaltsjahr 2015 erwirtschaftete der Konzern Stadt Offenbach einen Gewinn von 1,5 Millionen Euro. Den Einnahmen in Höhe von rund 621,2 Millionen Euro standen 2015 Ausgaben in Höhe von 619,7 Millionen gegenüber.

Das Papier enthält zudem einen ausführlichen Bericht in Bezug auf wesentliche Kernpunkte, die für die künftige Entwicklung der Stadt Offenbach von Bedeutung sind. So werden beispielsweise die Fortschreibung des Nahverkehrsplans, die Fortentwicklung des Wirtschaftsstandorts Offenbach, die Geschäftsfelder der SOH-Gruppe sowie bedeutende Chancen und Risiken der Mainarbeit thematisiert. 

Offenbach am Main, 15. Mai 2018