Sprungmarken
Suche
Suche

Haus der Wirtschaft
© Stadt Offenbach
„Ausgesprochen erfreulich“ entwickeln sich in diesem Jahr die Gewerbesteuereinnahmen in Offenbach. Dies erklärte Stadtkämmerer Dr. Felix Schwenke auf einer Pressekonferenz nach Abschluss des ersten Halbjahres 2016.

Das Gewerbesteuersoll, also die Prognose der Gewerbesteuereinnahmen für das Jahr 2016, liegt aktuell bei etwa 81 Millionen Euro. Die bisher höchsten Gewerbesteuereinnahmen verzeichnete Offenbach im Jahr 1999 mit 81,9 Millionen Euro. „Damit nimmt Offenbach aktuell Kurs auf die nominal zweithöchsten Einnahmen seiner Geschichte“, betonte Schwenke.

Im vergangenen Jahr lag die Stadt um diese Zeit bei einer Prognose für das Gesamtjahr von 67,3 Millionen Euro, 2014 bei 51,7 Millionen Euro, verglich Schwenke die gute Entwicklung 2016 mit den Zahlen der Vorjahre. „Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Prognosezahlen ab Mitte des Jahres relativ verlässlich und stabil waren. Trotzdem können wir kurzfristige Schwankungen natürlich nicht völlig ausschließen“, so Schwenke weiter.

Grafik Gewerbesteuerentwicklung 2011 bis 2016
Gewerbesteuerentwicklung von 2011 bis 2016 © Stadt Offenbach am Main

Offenbach hat sich gut aufgestellt als Gewerbestandort

Für die Stadt sind das aus Sicht des Stadtkämmerers gute Vorzeichen: „Offensichtlich trägt die erfolgreiche Stadtentwicklungspolitik der vergangenen Jahre nun auch finanziell Früchte“, freut sich Schwenke. „Der Wirtschaftsstandort Offenbach hat sich allen Unkenrufen zum Trotz gut entwickelt, und wir profitieren von der guten gesamtwirtschaftlichen Situation. Die Unternehmen, die schon länger in Offenbach vertreten sind beziehungsweise neu angesiedelt werden konnten, leisten einen nennenswerten finanziellen Beitrag für den städtischen Haushalt.“

Schwenke betonte, dass neben der Ausweisung von Wohngebieten und der Nachverdichtung in der Innenstadt eine aktive Wirtschaftsförderung zur Ansiedlung von Unternehmen weiterhin dringend geboten ist. Offenbach habe sich als Wirtschaftsstandort unter Oberbürgermeister Horst Schneider gut aufgestellt: „Die Gewerbesteuer ist für uns wie für alle Kommunen eine elementare Einnahmequelle. Für Offenbacher Verhältnisse sind die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen hoch, trotzdem können wir uns auf dem Erreichten selbstverständlich nicht ausruhen, sondern müssen weiter an der Ansiedlung von Unternehmen arbeiten.“

Für die weitere Entwicklung des Gewerbestandorts Offenbachs seien insbesondere die Flächen am Kaiserlei, wo durch den Umbau des Kreisels neue Gewerbeflächen erschlossen werden, die Gewerbeflächen im Hafen und auf dem ehemaligen Allessa-Areal von großer Bedeutung. „Beim Allessa-Gelände kommt es dabei besonders auf eine gute verkehrliche Erschließung an die B448 an“, verwies Schwenke auf ein konkretes Vorhaben aus dem Masterplan-Prozess.