Sprungmarken
Suche
Suche

Offenbacher Schüler engagieren sich im Projekt „Paten für Kindergarten Kinder“ für Kindergartenkinder, die meist einen Migrationshintergrund haben. An einem Nachmittag pro Woche besuchen die Jugendlichen ihr Patenkind im Kindergarten, um mit ihm zu spielen und dadurch das Sprachverständnis der Kinder zu stärken.

Kindergartenkinder und Jugendliche profitieren

Ein Schuljahr lang betreut jeweils ein Jugendlicher oder eine Jugendliche ein Kindergartenkind um gemeinsam zu spielen, zu basteln, vorzulesen oder sich etwas erzählen zu lassen. Spielerisch lernen die Kinder so Deutsch und ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt.

Die Jugendlichen, die mindestens 14 Jahre alt sind, profitieren ebenfalls von dem Projekt, denn sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Sie machen die Erfahrung, von ihrem Patenkind gebraucht und geschätzt zu werden. Dadurch wird auch ihr Selbstwertgefühl gestärkt. Viele der Jugendlichen haben selbst einen Migrationshintergrund und können sich dadurch sehr gut in die Situation der Kindergartenkinder einfühlen und wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, Deutsch zu lernen. Erzieherinnen und Pädagogen begleiten das Projekt fachlich.

Über das Projekt

Ins Leben gerufen wurde das Projekt Paten für KindergartenKinder bereits 2001 von der Lokalen Agenda21 Offenbach. Auslöser war die Veröffentlichung der Studie „Interkulturelles Lernen und Entwicklung in der Bildungsregion Offenbach-Innenstadt“ (2001) von Prof. Dr. Ingrid Haller, die der Präventionsrat in Auftrag gegeben hatte, denn viele Kinder mit Migrationshintergrund erreichten aufgrund ihrer geringen Deutschkenntnisse keinen Schulabschluss. Seitdem konnten über 500 Kindergartenkinder durch dieses Projekt gefördert werden.

Jetzt im Jugendintegrationswettbewerb „Alle Kids sind VIPs“ für das Projekt abstimmen

Die Lokale Agenda 21 hat das Projekt jetzt beim Jugendintegrationswettbewerb „Alle Kids sind VIPs“ der Bertelsmann Stiftung eingereicht. Noch bis zum 30. Oktober kann jeder für eines der Projekte abstimmen. Auf diese Weise wird ein „Publikumsliebling“ als zusätzlicher Gewinner ermittelt. Anschließend werden die eingereichten Projekte von einer Expertenjury bewertet. Schließlich wählt die „Kids-Jury“, die aus Gewinnern der letzten Runde besteht, fünf Gewinner aus. Diese können dann zur Preisverleihung nach Berlin reisen, werden von einem Projektbotschafter vor Ort besucht, erhalten einen Workshop mit Coaching vor Ort und sind im nächsten Jahr Mitglied der Kids-Jury.