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Neue Schöffen
Ortsgerichtvorsteher Carlo Wölfel, Artur Hartmann, Oberbürgermeister Horst Schneider, Rosa Kötter, Amtsgerichtspräsident Stefan Mohr und Norbert Best. © Stadt Offenbach
Offenbach am Main, 12.Januar 2016. Offenbach besitzt das größte Ortsgericht Hessens und damit auch der Republik, kein anderes Bundesland kennt diese Hilfsbehörden der Justiz. „Die Schöffen entlasten mit ihrem ehrenamtlichen Amt nicht nur das Amtsgericht, sondern leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, so der Präsident des Amtsgerichts Offenbach, Stefan Mohr, bei der Übergabe der Ernennungsurkunden an Rosa Kötter, Norbert Best und Artur Hartmann. Alle drei sind somit für weitere fünf beziehungsweise zehn Jahre als Ehrenbeamte am Ortsgericht bestellt.
Rosa Kötter wurde im Dezember 2005 als Schöffin vereidigt und nun bis zum 11. Januar 2026 in ihrem Amt bestätigt. Auf fünf Jahre bestellt sind Norbert Best, der seinen Eid am 4. September 1995 leistete, und Artur Hartmann, der seit 15 Jahren aktiv ist. Die Aufgaben der ehrenamtlichen Schöffen sind umfangreich: Neben der Beglaubigung von Unterschriften und Abschriften gehören Grundstücksschätzungen und Nachlasssicherungen zu ihren Tätigkeiten. Vor allem mit der Schätzung von Grundstücken sind häufig arbeitsintensiv, daher erhalten Schöffen für die hierfür verwandte Zeit eine Aufwandsentschädigung, die sich nach einer entsprechenden Wertetabelle richtet, erläutert Carlo Wölfel, Vorsteher des Ortsgerichts. „Das wird gerne genutzt, denn die Schätzung durch einen Schöffen ist günstiger, als einen Gutachter zu bestellen.“ Mit Norbert Best und Artur Hartmann sind zudem in Offenbach zwei Schöffen mit Fachkenntnis aktiv: Diplom-Ingenieur Best war bis zu seinem Ruhestand Leiter der Müllverbrennungsanlage und hatte in dieser Funktion „mit allem zu tun“, während Hartmann bis 2000 das Bauamt der Stadt Offenbach leitete.
Grundsätzlich kann übrigens jeder Schöffe werden, allerdings bedarf es dazu eines entsprechenden Vorschlags, der dann von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden muss.