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Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke
© lemnitzer fotogafie
Schrittweise nähert sich der Alltag in diesen Tagen einer neuen Normalität an. Seit Dienstag, 12. Mai, sind die Museen und die Stadtbibliothek wieder geöffnet. Städtische Ämter empfangen zusätzlich zu den digitalen und telefonischen Kontaktmöglichkeiten auch wieder Publikum. Kinder dürfen die Spielplätze wieder erobern. Die Sportplätze sind sukzessive wieder nutzbar und Vereine dürfen kontaktfrei trainieren, wenn alle Corona-Regeln eingehalten werden. Seit dem 15. Mai dürfen Restaurants und Hotels wieder Kunden begrüßen. Für die Gastronomie auf dem Wilhelmsplatz wurden neue Flächen eingerichtet, die Bänke am Wilhelmsplatz sind mit Vorrichtungen zum Abstand halten wieder da und auch die Hafentreppe wurde am 15. Mai wieder freigegeben.

„Nach all den Einschränkungen sind jetzt viele Dinge wieder möglich. Diese Freiheit bedeutet aber Verantwortung: Nur wenn wir alle verstehen, dass der Alltag mit Corona jetzt anders ist als vorher, wenn wir alle unser Verhalten an den neuen Alltag mit Corona anpassen, also zum Beispiel Abstand halten und Maske tragen, nur dann werden wir Corona gemeinsam besiegen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.  

Und weiter: „Wir erleben jetzt ein Experiment: Die neue, alte Freiheit setzt auf die Verantwortung jedes einzelnen. Es ist eine Verantwortung für sich aber vor allem für andere. In den vergangenen Wochen hat dies funktioniert. Damit konnten wir das Virus zurückdrängen, wir haben den Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems verhindert und konnten unsere Kranken medizinisch gut versorgen. Darauf können wir alle gemeinsam stolz sein“, so Schwenke. Doch die Gefahr ist aus seiner Sicht eben leider noch nicht dauerhaft gebannt: „Der Gegner ist unsichtbar und das macht ihn so gefährlich. Wir haben bereits Menschen an die Krankheit verloren - und noch hat die Medizin kein Mittel dagegen“, betont Schwenke. Der Oberbürgermeister ruft deshalb zu Geduld und Ausdauer auf: „Die Bekämpfung der Corona-Pandemie wird noch lange dauern. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass das Leben in einer Pandemie nicht voraussehbar oder planbar ist. Und es bringt brutale Härten mit sich – für Selbstständige und Schüler, Berufstätige und Unternehmen, Künstler und Senioren.“

OB Schwenke betont: „Es wird ganz sicher auch immer wieder Bedarf geben, die Regeln neu anzupassen. Große Sorge bereiten mir diejenigen, die mit den jetzt gültigen Regeln in Wirtschaft, Kultur und Sport keine sinnvolle Möglichkeit finden können, wieder aktiv zu werden. Das gilt vor allem dann, wenn es dabei um das eigene Einkommen und die eigene Existenz geht. Gerade für diese Gruppen ist es besonders wichtig, dass wir keine Rückschritte erleben, sondern weitere Fortschritte. Um die Freiheiten zu behalten, müssen wir daher unbedingt unter der gesetzten Messlatte für Neuinfektionen bleiben. Diese liegt angesichts der Kapazitäten der Gesundheitsämter ohnehin relativ hoch. Es ist daher aus mehreren Gründen wichtig, diese Messlatte auch einzuhalten“, hofft der OB auf das Verantwortungsbewusstsein der Offenbacherinnen und Offenbacher“

Privat können Menschen wieder zusammenkommen. Doch auch hier gilt es Abstand zu halten und die Corona-Regeln einzuhalten. Der OB appelliert an die Offenbacherinnen und Offenbacher, zum Schutz der Gemeinschaft dem Virus keine Chance für eine Ausbreitung zu geben: „Zuletzt sind es vor allem größere Familienfeiern gewesen, die die Ausbreitung befördert haben. Bleiben Sie daher vorsichtig!“

Alle Informationen zur Lage in der Pandemie und aktuell getroffenen Maßnahmen in Offenbach stehen unter www.offenbach.de/corona  im Internet. Sie werden fortlaufend aktualisiert.

Offenbach am Main, 17. Mai 2020