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Noch im vergangenen Herbst konnten die OB vor Ort-Termine unter strengen Auflagen tatsächlich vor Ort stattfinden. Wegen steigender Corona-Zahlen war das bei der diesjährigen Auftaktveranstaltung am 8. April nicht möglich. Stattdessen wurde Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke digital ins heimische Wohnzimmer geschaltet und beantwortete per Livestream Fragen der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger.

Insgesamt 433 Zuschauerinnen und Zuschauer nahmen das Angebot des digitalen OB vor Ort-Termins wahr und stellten fleißig Fragen im Chat des Livestreams. So kamen an dem Abend rund 240 Fragen zusammen. Zuvor waren schon über 100 Fragen per Mail eingegangen. So viele Fragen konnten in zwei Stunden nicht beantwortet werden, doch online werden die offenen Fragen unter www.offenbach.de/antworten-ob-vor-ort nach und nach beantwortet.

Die OB vor Ort-Termine sind Oberbürgermeister Schwenke wichtig. Einerseits kann er so über die Arbeit der Stadtverwaltung informieren, anderseits ist es für den OB, der selbst mit offenen Augen durch die Stadt geht, eine zusätzliche Möglichkeit zu erfahren, welche Probleme gerade besonders wichtig sind.  „Durch diesen Austausch können wir uns im Rathaus verbessern“, so Schwenke.

Der Abend begann mit einer Einführung durch den Oberbürgermeister: „Offenbach ist weiterhin eine arme Stadt. Einerseits müssen wir deshalb weiterhin mit Bund und Land die Auseinandersetzung suchen, da sie immer noch nicht alle Sozialgesetze bezahlen, die sie entscheiden. Offenbach zählt zu den Städten, für die das ein großes Problem ist, das die Bürgerinnen und Bürger hier vor Ort mit hohen Steuern ausbügeln müssen. Andererseits ist mir deswegen Wirtschaftsförderung besonders wichtig. Ein großer Meilenstein in diesem Jahr ist, dass wir einen Vertrag über den Umzug der Samson AG auf den Innovationscampus schließen konnten und damit in den kommenden Jahren ein besonders wirtschaftlich starkes und renommiertes Unternehmen in Offenbach ansiedeln werden“, so Schwenke. Insgesamt setzt OB Schwenke auf viele verschiedene Bausteine zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandortes Offenbach. So ist es beispielsweise auch gelungen, die Kreativwirtschaft im Nordend weiter auszubauen. Die Entwicklung von Büroflächen wird gezielt für das Kaiserleigebiet vorangetrieben. Auch der Bau von Rechenzentren ist im Zeitalter der Plattformökonomie ein Baustein: „Klar ist dabei allerdings, dass Rechenzentren viel Strom verbrauchen und Abwärme erzeugen. Deshalb wird beispielsweise die EVO die Abwärme des Rechenzentrums auf ihrem eigenen Campus nutzen. Denn Wirtschaft und Umwelt müssen so weit wie möglich in Einklang gebracht werden“, so Schwenke weiter.

Auch das Thema Wohnen liegt dem Oberbürgermeister am Herzen: „Wohnen wird niemals billiger werden, es wäre eine Lüge etwas Anderes zu behaupten. Aber die Stadt kämpft um jede einzelne Wohnung und tut alles, damit die Mieten möglichst langsam steigen.“

Nach der Ansprache des Oberbürgermeisters ging es mit den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern weiter. Besonders häufig wurden Fragen zur aktuellen Corona-Politik, zu Problematiken hinsichtlich Müllansammlung und Lärm im Hafengebiet und zu Belästigungen durch Auto-Rasern gestellt. Christian Broos von der Stabstelle Sauberkeit stellte als Lösung für zunehmenden Müll an der Hafentreppe das Pilotprojekt „Pizzabox“ vor: „Durch Schließung der Restaurants kommt es unter anderem am Hafen zu mehr Müll durch Essen zum Mitnehmen und Pizzakartons. Damit die Mülleimer nicht ständig wegen zahlreicher Pizzakartons voll sind, stellen wir demnächst eine sogenannte Pizzabox an der Hafentreppe auf, die nur für Pizzakartons gedacht sind.“ Der Stadtservice hat zudem seinen Säuberungs-Turnus angepasst. „Die Müllmengen haben durch Corona zugenommen“, bestätigt Christian Loose, stellvertretender Betriebsleiter beim ESO Eigenbetrieb. „Aber auch hier appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger: Nutzen Sie den Mängelmelder und tragen dort ein, wo und um welches Problem es sich handelt. Dieses Jahr kamen schon über 1.000 Meldungen zusammen. Das waren nicht nur Meldungen zum Müll, sondern auch zu Schlaglöchern oder beispielsweise zu defekten Parkbänken. Wir können durch die Meldungen dann sehr schnell gezielt reagieren und jemanden zur Lösung des Problems hinschicken.“

Eine weitere gute Nachricht: Im Stadtgebiet werden dieses Jahr 270 Bäume gepflanzt. Um die jungen Bäume gut zu pflegen wurde dafür ein eigenes Bewässerungsfahrzeug angeschafft. Verschiedene Blühpflanzen werden ebenfalls angelegt.

Im Verlauf des Abends wurden noch Fragen zum Thema Videoüberwachung, Lärmbelästigung durch Autos am Mainufer-Parkplatz, barrierefreie Sanierung des Hauptbahnhofs und zu Falschparkern gestellt. Alle nicht beantworteten Fragen werden nach und nach auf www.offenbach.de/antworten-ob-vor-ort ergänzt. Fragen zu Corona beantwortet Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke aktuell ausführlich in drei Videos der Reihe „OB Direkt“. Das zweite Video ist seit 12. April auf dem städtischen Facebook-Account und auf YouTube und www.offenbach.de/corona zu finden. Das dritte Video ist seit 14. April veröffentlicht.

Offenbach am Main, 20. April 2021