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Spannend, innovativ und liebenswert: Wer Offenbach kennt, weiß um die Stärken der Stadt. Diese sollen jetzt sichtbarer werden und Kreise ziehen. © Stadt Offenbach/ Alexander Habermehl
Der Magistrat der Stadt Offenbach hat in seiner jüngsten Sitzung die Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft (OSG) beauftragt, das Stadtmarketing für Offenbach neu zu organisieren. Vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten sollen künftig die OSG und die städtische Wirtschaftsförderung in enger Zusammenarbeit den Standort Offenbach vermarkten.

Weitere Akteure, etwa im Kultur- oder Veranstaltungsbereich, sollen in die Aktivitäten eng eingebunden werden. „So einfach wie das auch klingt: Eine solche enge und auch formalisierte Abstimmung untereinander wird es dann erstmals geben“, so Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.

Systematische Grundlage für die Aufgabenerweiterung von OSG und Wirtschaftsförderung ist ein umfassendes Konzept, das Schwenke mit den OSG-Geschäftsführern Regina Preis und Fabian El Cheikh im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung ausgearbeitet hat. Das Organisationskonzept bezieht Akteure aus Stadtverwaltung und Stadtwerke Unternehmensgruppe ein, die aktuell bereits mit ihren Aufgaben und Aktivitäten die positive Wahrnehmung Offenbachs und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt stärken. Wesentlicher Inhalt des Konzeptes ist die organisatorische Neuordnung und Bündelung der bisher in Stadtverwaltung und Stadtwerke Unternehmensgruppe durchgeführten Stadtmarketingmaßnahmen.

Offenbach als Wirtschaftsstandort und Innenstadt stärken

Oberbürgermeister Schwenke: „Mit der neuen Organisationsstruktur werden vor allem die OSG und die städtische Wirtschaftsförderung eng zusammenarbeiten und gemeinsame Ideen und Projekte entwickeln. Ziel ist es, mit einheitlichen Botschaften und vereinten Kräften das gewachsene positive Image Offenbachs, Offenbach als Wirtschaftsstandort sowie die Offenbacher Innenstadt nachhaltig zu stärken. Dabei sollen die Wirtschaftsförderung und die OSG auch private Akteure einbinden und vernetzen, die mit ihren eigenen Initiativen immer wieder zeigen, wie spannend, innovativ und liebenswert Offenbach ist.“

Das Stadtmarketing in Offenbach wird künftig auf sechs Geschäftsfelder konzentriert: Die Wirtschaftsförderung verstärkt gemeinsam mit der OSG das Standort- und das Innenstadtmarketing. Die OSG bringt darüber hinaus weiterhin ihre Kompetenzen im Bereich Veranstaltungsmarketing, Imagemarketing, Kommunalmarketing und Tourismusmarketing ein. Finanziell wird das Stadtmarketing wie von der Stadtverordnetenversammlung festgelegt um insgesamt 515.000 Euro zusätzlich verstärkt. Hiervon sind Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen, Materialien, Zuschüsse zu Veranstaltungen sowie das erforderliche Personal und externe Dienstleister zu finanzieren.

OB Schwenke: „Werbung für eine Stadt benötigt einen langen Atem. Das Geld ist dann gut investiert, wenn es langfristig dazu beiträgt, Offenbach, seine wirtschaftlichen Stärken und seine Innenstadt positiv wahrzunehmen. Ziel aller Aktivitäten der Stadt ist es, neue Unternehmen in Offenbach anzusiedeln und die Innenstadt zu stabilisieren. Das neue aufeinander abgestimmte Marketing wird dabei helfen, die Standortvorteile, die Offenbach mit seinen großen Gewerbeflächen im Zentrum des Rhein-Main-Gebietes hat, zielgerichtet zu vermarkten.“

Oberbürgermeister Schwenke strebt eine Diversifizierung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes an, um Offenbach langfristig endlich finanziell besser aufzustellen. „Wir brauchen dringend mehr Unternehmen, damit wir auch mehr Einnahmen haben, um Bürgerinnen und Bürgern neue Angebote machen zu können. Dabei denke ich nicht nur daran, dass die Stadt nur noch ein Schwimmbad hat. Es geht auch um viele andere Investitionen, die die Stadt in den nächsten Jahren dringend leisten muss, etwa in den Bereichen Schule, nachhaltiger Verkehr, Soziales, Klimaschutz, Sport und Kultur. Davon würden in erster Linie alle Bürgerinnen und Bürger, auch als Steuerzahler, profitieren“, so Schwenke.

Fokussierung auf Standort-, Innenstadt- und Veranstaltungsmarketing

Über das Ziel, die Wirtschaft in Offenbach nachhaltig zu stärken, besteht politische Einigkeit in Offenbach. Daher soll sich das Stadtmarketing zunächst auf die Bereiche Standortmarketing, Innenstadtmarketing und Veranstaltungsmarketing konzentrieren: „Wir müssen auch angesichts der aktuellen Corona-Krise all unsere Kraft darauf verwenden, den Einzelhandel in unserer Innenstadt zu stärken und neue zukunftsorientierte Unternehmen zu finden, die stark genug sind, um mit ihren Unternehmensgewinnen einen finanziellen Beitrag für die weitere Entwicklung Offenbachs zu leisten.“ In dieser Zielsetzung sind sich Oberbürgermeister Schwenke und die politische Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung einig.  

Mit dem Beschluss für die neue Organisationsstruktur haben die Wirtschaftsförderung und die OSG den Auftrag erhalten, im nächsten Schritt ein Marketing- und Kommunikationskonzept zu erarbeiten. Dieses soll die Stadt bei der wirtschaftlichen Vermarktung von Gewerbeflächen, etwa im Kaiserlei oder auf dem Innovationscampus Offenbach, und bei der Stärkung der Innenstadt unterstützen. Während die Wirtschaftsförderung über ihr City-Management die Unterstützung des Einzelhandels forcieren soll, arbeitet die OSG zusammen mit dem Veranstaltungsbereich der SOH an einem neuen Festeprogramm für die Innenstadt.

Bereits in der Vergangenheit hat die OSG mit ihrer Kampagne „Offenbachs großes Herz“ und dem daraus entwickelten Einkaufsgutschein für den Einzelhandel und die Gastronomie wichtige Impulse gesetzt. Für das neue Veranstaltungsmarketing greift die OSG darüber hinaus auf das Know-How der Stadiongesellschaft Bieberer Berg (SBB) aus dem SOH-Geschäftsfeld Veranstaltungen zurück. „Durch die Zusammenarbeit mit der SBB gelingt es der OSG, neue Ideen in die Innenstadt zu bringen ohne dabei unnötige Doppelstrukturen aufzubauen. Genau das ist eines der zentralen Ziele des neuen Stadtmarketings: Akteure zusammenbringen, die nicht mehr nur jeder für sich, sondern gemeinsam für Offenbach zusammenarbeiten – das dürfen die Bürgerinnen und Bürger erwarten“, betonte OB Schwenke.

SOH übernimmt Sparkassen-Anteile an der OSG

Im Zuge des Ausbaus der OSG als Stadtmarketinggesellschaft ist im Einvernehmen mit der Sparkasse Offenbach beabsichtigt, dass diese ihre bisherigen Anteile an der OSG in Höhe von 25,5 Prozent an die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH verkauft. Mit der Anteilsstruktur von dann 49 Prozent durch die Stadt Offenbach und 51 Prozent durch die Stadtwerke Offenbach ist die Gesellschaft zu 100 Prozent in kommunaler Hand. Diese Konstruktion bietet sowohl wirtschaftliche als auch strategische Vorteile. Als eine 100-prozentige kommunale Gesellschaft der Stadt Offenbach erfüllt die OSG die rechtlichen Voraussetzungen für die Inhousefähigkeit. Damit ist gewährleistet, dass eine Vergabe von Aufträgen zwischen den Partnern Stadt, SOH-Unternehmensgruppe mit ihren Gesellschaften und der OSG rechtssicher und vergaberechtsfrei innerhalb des Stadtkonzerns möglich ist. 

Ungeachtet der veränderten Anteilsstruktur bleibt es weiterhin bei der bewährten Doppelbesetzung der OSG-Geschäftsführung durch die Amtsleitung des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und die Leitung des SOH-Kompetenzzentrums Unternehmenskommunikation. Damit tragen die Gesellschafter der Tatsache Rechnung, dass die OSG durch diese Doppelbesetzung eine wichtige Scharnierfunktion innerhalb des Stadtkonzerns wahrnimmt, die der gemeinsamen Wahrnehmung von Aufgaben und der Mittlerfunktion zwischen Verwaltung und SOH dient.

Hinweis: In der ursprünglich veröffentlichten Version dieses Textes war fälschlicherweise der Sparkassen-Anteil an der OSG mit 24,5 Prozent beziffert. Richtig sind 25,5 Prozent.

Offenbach am Main, 5. Mai 2020