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Stadträtin Borretty widerspricht Hoffnungen auf Lärmminderung durch Satelliten-Navigationssystem

29. Januar 1999: „Ein Satelliten-Navigationssystem wird keine Minderung des Fluglärms für Offenbach bringen“ stellt Umweltdezernentin Ingrid Borretty klar und widerspricht damit den Erwartungen einiger lärmgeplagter Offenbacher Bürgerinnen und Bürgern, die auf diese Technik hoffen und sich mit diesem Anliegen mehrfach an die Umweltdezernentin gewandt hatten.

„Wenn in ferner Zukunft der Landeanflug über Satelliten gesteuert werden sollte, so ist ganz im Gegenteil mit einer Zunahme des Lärms zu rechnen, weil dadurch der gesamte Luftraum über Offenbach zum Eindrehbereich für den Landeanflug werden könnte“, führt Borretty dazu weiter aus und schätzt, daß vor dem Jahr 2010 keinesfalls ein solches System realisierbar sein wird, da selbst fundamentale Instrumente dafür noch in der Entwicklungsphase sind, Standards nicht formuliert und die Voraussetzungen bezüglich der Satelliten nicht geschaffen sind. Möglicherweise müßten dafür sogar weitere europäische Satelliten installiert werden.

Auf einem fortgeschritteneren Stand ist die moderne Technik bezüglich der Starts. Circa achtzig Prozent der Fluggeräte sind bereits entsprechend ausgestattet, was aber keine Auswirkungen auf die Lärmsituation in Offenbach hat.
„Mit allen Anstrengungen muß der Bau einer Nordbahn im Frankfurter Stadtwald verhindert werden“, unterstreicht Stadträtin Borretty, „es sind momentan keine technischen Entwicklungen zu erwarten, die Offenbach vor weiterem Lärm schützen könnten.“

Borretty begrüßt in diesem Zusammenhang, daß auf Ihre Intervention hin nunmehr die Mediationsgruppe beschlossen hat, die Klimaauswirkungen des Frankfurter Flughafens untersuchen zu lassen.