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10. Juni 1999: 130 Gruppen werden beim 13. Offenbacher Mainuferfest am 19. und 20. Juni 1999 zwischen Büsing Palais und Isenburger Schloß ihre Stände aufbauen und ihre Arbeit präsentieren. Das Fest der Vereine, wie es auch genannt wird, zählt damit zu den größten und, wie manche auch meinen, zu den schönsten Veranstaltungen der Stadt Offenbach. Über 50.000 Besucher sind in den vergangenen Jahren nicht nur an den vielen bunten Zelten vorbeigebummelt und haben bei den vielfältigen Demonstrationen zugeschaut, sondern konnten oft auch aktiv mitwirken.

Gelegenheit bietet sich reichlich, beipielsweise beim Schach: in diesem Jahr besteht am Stand der Vereinigten Schachgesellschaft im Lili-Park die Möglichkeit, an einem Simultanturnier gegen den aktuellen Stadtmeister Christian Thoma zu spielen. Aktiv kann man auch bei dem 1. Judo Club Samurai Offenbach 1953 werden. Am Stand in der Herrnstraße sind Trainings- und Schaukämpfe in den Sportarten Judo, Ju-Jutsu und Kyndo geplant. Und gleich nebenan laden zwei Offenbacher Kegelvereine die Flaneure ein, die Kugel über eine mobile Bahn zu schieben. Das Fest bietet aber auch die Möglichkeit Informationen über die vielfältigen Offenbacher Vereinsaktivitäten zu erhalten. So beim Bund für Umwelt und Naturschutz, der an seinem Stand die Funktionsweise einer termischen Solaranlage erläutert, oder beim Tommy-Musical-Club, der an seinem Stand per Video in seligen Musicalzeiten schwelgt.

Das Mainuferfest dokumentiert auf rund 1.200 Metern die Vielfalt des Vereinslebens. Die Mischung gibt der Veranstaltung ihren besonderen Flair. Teilnehmer sind der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und die Autofreaks vom BMW 3er, der Verein Para Nicaragua ebenso wie der Bayernverein, der Tanzsportclub Maingold Casino und die Offenbacher Kickers, trotz Aufstiegsstreß. Erstmals in diesem Jahr aktiv wird der Förderverein „Streichholzkarlchen“ sein, der in der Herrnstraße für ein Denkmal für Offenbachs kleinsten Holzhändler wirbt. Neu vertreten auf dem Fest wird auch der Tierschutzverein sein und der Sience Fiction Club Rhein-Main, dessen Akteure das Publikum in die Welt von „Star wars“ und „ET“ entführen.
Natürlich sind in Offenbach die vielen ausländischen Vereine ein fester Bestandteil des Mainuferfestes. Türken und Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Marrokaner, Bengalen oder Libanesen werden an ihren Ständen nicht nur die Musik und den Tanz ihrer Heimat vorführen sondern, kulinarische Akzente setzen. Die Küchen dieser Welt werden auf dem Mainuferfest vertreten sein. Sardinen und Meze, Fladenbrot und italienische Süßspeisen, Paella und Egerländer Kuchen, werden ebenso angeboten, wie die bodenständigen Spezialitäten des Sängerchores der Fleischerinnung.

Beim Mainuferfest wird an vielen Ständen getanzt und gespielt, die Schuhplattler des Bayernvereins werden ebenso ihre Künste auf der Straße vorführen wie die Paare der Tanzsportclubs oder der Musikzug von Main Brass. Aber auch auf drei Bühnen werden Initiativen ein facettenreiches Rahmenprogramm gestalten. Der Jazz e.V. lädt wiederum zu einer Session neben dem Lili-Tempel. Hier werden so bekannte Gruppen wie Brösel & the Helicopters, die OFFJAZZGROUP oder Berry at the Crossroads zu hören sein. Am Mainufer bietet der Verein Hafenbahn Hardrock und Oldies und auf einer Bühne im Innenhof des Büsing Palais werden verschiedene Offenbacher Vereine, moderiert von Herbert Kranz, Musik, Folklore und Tanz vorführen.

Dazu Matthias Müller, Presseamtsleiter, der das Fest für die Stadt Offenbach und gemeinsam mit den Vereinen organisiert. „Das ist eine Veranstaltung, deren Vorbereitung allen im Amt Spaß macht. Das Fest ist so erfolgreich geworden, weil viele hundert Menschen aus sehr unterschiedlichen Vereinen sich einbringen werden, die sich oft auch in sehr gegensätzlichen Milieus bewegen. Es ist das Fest bei dem die ganze Stadt gemeinsam feiert und viele ehrenamtliche Mitglieder aus den Vereinen leisten hierzu einen Beitrag“.