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28. Januar 1999: Erstmalig wird in diesem Jahr der von der Stadt Offenbach ausgelobte Preis für „hervorragende Leistungen im Bereich der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger“ vergeben. Preisträger wird auf Vorschlag des Ausländerbeirats der Sozialarbeiter Abdelkader Rafoud.
Der Integrationspreis ist hessenweit einmalig und würdigt das Engagement von Personen, Vereinen, Firmen oder Institutionen, die sich besonders in diesem Bereich betätigen und damit Fremdenfeindlichkeit entgegenwirken. Das Preisgeld beträgt 3 000 Mark.

Abdelkader Rafoud war dem Magistrat der Stadt Offenbach von der Preisjury vorgeschlagen worden. Diesem Gremium, unter Vorsitz von Sozialdezernentin Ingrid Borretty, gehörten weiterhin an: Dr. Paolo Nesci (Vorsitzender des Ausländerbeirats), Dr. Jürgen Miksch (interkultureller Beauftragter der evangelischen Kirche), Peter Bugert (Vertreter der katholischen Jugend), Artur Schäfer (Vorsitzender des Sportkreises Offenbach), Ilona Hakert (Gleichstellungsstelle der Stadt Offenbach), Dr. Enno Knobel seitens des Magistrates der Stadt Offenbach sowie Luigi Masala von der Leitstelle Zusammenleben in Offenbach.

„Für die Jury war die Auswahl keine leichte Aufgabe, da viele Vorschläge preiswürdig waren“, kommentiert Sozialdezernentin Borretty die Arbeit des Gremiums und betont, daß alle Vorschläge des vergangenen Jahres auch für 1999 wieder eingereicht werden können.

„Herr Rafoud ist wahrhaft ein würdiger Preisträger. Er zählt in Offenbach zu den wichtigsten Personen, denen es gelungen ist, eine Brücke zwischen den Nationen zu schlagen“, beschreibt Borretty den Preisträger.

Seit 1975 setzt sich Abdelkader Rafoud ehrenamtlich für die Belange der marokkanischen Bevölkerung in Offenbach als Vertrauensmann und Ansprechpartner für die Behörden ein.
1981 Mitgründer des Marokkanische Freundschaftsvereins und aktive Mitarbeit dort.
Seit 1986 vereidigter Dolmetscher - Unterstützung des arabisch sprechenden Bevölkerungsanteils bei Institutionen und Ämtern.
1989 Gründung des Marokkanischen Kulturzentrums e.V. - Vorsitzender bis 1996
1997 Gründung der Deutsch-Marokkanischen Kulturgemeinschaft e.V. und Eröffnung des Jugendcafes für marokkanische Jugendliche in Offenbach.(Multifunktionale Nutzung der Räumlichkeiten mit Angeboten wie: Hausaufgabenhilfe für 30 Kinder, Erwachsenenbildung, Integrationskurse für Frauen, Jugendberatung und Jugendarbeit als präventive Sozialarbeit, Berufsorientierung für Mädchen in Kooperation mit dem Integra-Projekt.

Daneben ist der 42jährige Rafoud seit 1997 Mitglied im Ausländerbeirat und dort stellvertretender Vorsitzender und Vertreter des Gremiums im Haupt- und Finanzauschuß und im Jugendhilfeausschuß.

Die Feierstunde zur Preisvergabe, zu der auch die Leiterin des Büros für Einwanderer, Flüchtlinge und ausländische Arbeitnehmer im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit, Frau Maria Terzopoulou, erwartet wird, findet am 5. März im Stadtverordneten-Sitzungssaal statt. - Eine separate Einladung erfolgt noch.