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In ganzer betörender Pracht und maßstabsgetreu ist der Türkische Pavillon pünktlich zum „Tag des Denkmals“ fertiggestellt. Alle Bürger, die sich für die exotische Architektur des Tempelchens interessieren, sind herzlich eingeladen, schon dieses Wochenende das Kleinod in der wiedergewonnenen Schönheit zu begutachten. Anlässlich der Pariser Weltausstellung von 1855 wurde jener dort erworben und beim Eintreffen in Rumpenheim sogleich aufgestellt mitsamt einer gärtnerischen Komposition für die Umgebung. Ein kleiner Fußweg schlängelt sich so wie vor 150 Jahren die kleine Anhöhe hinauf. Damit ist der orientalische Tempel einer von zahlreichen Staffagebauten, mit denen der Park im Sinne des englischen Landschaftsgartens einstmals geschmückt war.

Er ist jedoch das einzige Bauwerk, was sich bis heute dort erhalten hat. Aufgrund seiner prominenten Positionierung auf einer künstlich erschaffenen Erhebung ist er sowohl Blickfang von unten als auch Aussichtspunkt von oben. Der ständigen Witterung und leider auch allzu oft mutwilligem Vandalismus ausgesetzt, war er allerdings in letzter Zeit in seinem Bestand akut gefährdet. So bestand Handlungsbedarf, den die Stadt Offenbach auch umgehend ergriff.

Bürgermeister Stephan Wildhirt: „"Aufgrund der Bedeutung des Bauwerks und seiner Seltenheit entschloss sich der Magistrat zu einer umfänglichen Instandsetzung, die insgesamt rund 90.000 Euro kostete."“ Nun sieht der Pavillon fast exakt wieder so aus wie zur Errichtung und versteht es in seiner grün-weißen Holzornamentik die Blicke des Liebhabers sowie des Parkbummlers auf reizvollste Art zu fesseln. Insbesondere an diesem Sonntag um 15 Uhr wird er Teil einer Führung durch den Park sein.