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08. Oktober 2004: Das JUZ Falkenheim, ein Jugendzentrum der Stadt Offenbach, feierte am 24. September seinen 40. Geburtstag. Und alle kamen!

Eröffnet wurde die Feier von der Sozialdezernentin Birgit Simon, die auch den Gruß des Oberbürgermeisters überbrachte. Mit der Feier eröffnete sie außerdem eine Ausstellung, die mit Fotos, Zeitungsberichten und anderen Dokumenten die Geschichte des Jugendzentrums vom Treffpunkt einer sozialistischen Kinder- und Jugendgruppe der „Falken“ hin zu einem der städtischen Jugendtreffs darstellt.

Bei der Erzählrunde am Geburtstags-Nachmittag lauschten junge und alte „Falkenheimer“ den Berichten ehemaliger Betreuer und Betreuerinnen, und auch viele frühere Kinder und Jugendliche waren gekommen. Alt-Bürgermeister und Ex-Sozialdezernent Wolfgang Reuter erzählte nach einem mit früheren Falken gesungenen Lied von der Eröffnungsfeier im Januar 1964, bei der er die Einweihungsrede gehalten hatte. Auch die „Falken“-Kinder und Jugendlichen, die sich an die ersten Jahre erinnern, konnten interessante Geschichten beitragen, die ja schon drei bis vier Jahrzehnte zurückliegen. Fotos machten die Runde, und oft hieß es: „Wisst Ihr noch ...?“

Auch aus den Jahren danach waren ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Jugendliche gekommen. Es wurden erinnert an schöne Zeiten mit Freizeiten und reizvoller pädagogischer Arbeit, aber auch daran, dass einige Jugendlichen, die das JUZ besuchten, zeitweise „schwere Brocken“ waren und es viele Probleme mit Nachbarn und der Polizei gab. Insgesamt wurde deutlich, dass sich die Jugendarbeit in den letzten 40 Jahren verändert hat, es aber noch immer Werte gibt, die Bedeutung haben. Wolfgang Reuter sagte, er habe den Eindruck, dass Ideale der „Falken“ wie die Freundschaft zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und der Wunsch nach friedlichem Zusammenleben noch heute in den Mauern des Falkenheims stecken.

Bei der Jubiläumsfeier hatten einige der ehemaligen Kinder, jetzt selber mindestens 30 Jahre alt, ihre eigenen Kinder mitgebracht und konnten sie stolz vorführen. Viele hatten ihre früheren Teamer und Teamerinnen etliche Jahre nicht gesehen und die beiderseitige Wiedersehensfreude war überall zu spüren.

Die jetzigen Beschäftigten des JUZ hatten für das Fest Teile des Spielmobils des Jugendamtes aufgebaut und es fand ein Tischkicker-Turnier ehemaliger gegen jetzige Besucher statt. So war Gelegenheit für die Kids und Jugendlichen, die heute das JUZ besuchen, sich auszutoben. Außerdem gab es ein internationales Büfett, das den Gästen jeden Alters gut schmeckte. Bei der Organisation des Festes arbeiteten die Teams vom Falkenheim und dem JUZ Lauterborn eng zusammen. Alte Feindschaften, wie es sie früher zwischen den Besuchern der beiden Einrichtungen gab, gehören ohnehin schon lange der Geschichte an.

Den abendlichen Abschluss bildete ein Kurzauftritt der „Micropaten“, der HipHop-Gruppe des Falkenheims. Die drei Jugendlichen Jeanette, Deniz und Mohammed haben in den letzten Monaten für ihre erste geplante CD schon 7 Lieder aufgenommen. Die CD soll mit Hilfe einer Honorarkraft des JUZ im Dezember fertig sein. Mit ihrem Auftritt wollten die „Micropaten“ zeigen, dass 40 Jahre für ein lebendiges und aktives JUZ noch lange kein Alter ist.

Noch bis zu den Herbstferien ist die Ausstellung im Falkenheim, Neusalzer Str. 35 zu sehen. Die Zeiten sind unter der Telefonnummer: 83 33 37 zu erfahren.