Sprungmarken
Suche
Suche

24. Mai 2004: Ein Laudator hat ihn einmal einen "„lokalen Schatz und einen Sympathieträger der Stadt Offenbach am Main“" genannt.

Beide Qualitäten, gepaart mit vielen anderen positiven Eigenschaften, treffen heute noch auf ihn zu und werden von seinen Freunden und Bekannten, seinen Wegbegleitern, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen früherer Tage sehr geschätzt und gelobt. Niemand weiß, wie es Walter Buckpesch schafft, trotz seiner 80 Jahre immer noch so jung auszusehen und ganz offenbar auch keine Gewichtsprobleme zu haben.

Die Stadt Offenbach am Main ist stolz und freut sich, einen solchen Mann nach wie vor aktiv in ihren Reihen zu haben und gibt deshalb aus Anlass seines runden Geburtstages im Offenbacher Rathaus einen Empfang. Vielleicht trägt die Tatsache, dass er der erste Oberbürgermeister von Offenbach war, der auch hier geboren und aufgewachsen ist, zu seiner nach wie vor bestehenden großen Popularität bei. Ausschlaggebend ist bei dem praktizierenden Sozialdemokraten Walter Buckpesch aber wohl vor allem, dass er sowohl in seinem Arbeitsleben, als auch heute noch sehr aktiv ehrenamtlich tätig ist. Walter Buckpesch bewegt sich äußerst rührig in einem Netzwerk von in Jahrzehnten in Freundschaft und Vertrauen gewachsenen Beziehungen.
In diesen Zirkeln wird Sport getrieben, Kommunikation gepflegt; vor allem aber wird viel über die Zukunft Offenbachs diskutiert.

Aus dem parteipolitischen Alltagsgeschäft hält er sich heute weitgehend heraus, nicht jedoch aus dem gesellschaftspolitischen Leben seiner Geburtstadt. Und hier wird er gebraucht! Erster Offenbacher Schwimmclub, Naturfreunde, Hochschule für Gestaltung, Deutsches Ledermuseum und Klingspor-Museum und unsere Offenbacher Kickers erfreuen sich nach wie vor seines Rates und seiner Hilfe. Und wenn er gefragt wird, ob er an einem gemeinschaftsdienlichen Projekt teilnehmen oder hie und da helfen könnte, dann kommt selten eine Absage.
Walter Buckpesch, der als 20-jähriger noch die letzen Kriegstage als Soldat miterlebt hat, kommt aus der Arbeiter- und Naturfreundebewegung, die seinen politischen Weg maßgeblich beeinflussten. Sein beruflicher Weg führte ihn vom Maschinenschlosser zum Gewerbelehrer. 1956 wurde er für die Offenbacher
Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung gewählt, 1961 wurde er hauptamtlicher Stadtrat, 1974 bis 1980 war er Oberbürgermeister und 1983 zog er für den Wahlkreis 142 als Bundestagsabgeordneter nach Bonn. Als er sich 1987 aus der Politszene zurückzog, prägte er den markanten Satz:
„All die Fehler, die ich gemacht habe, geschahen nicht mit Absicht. Ich habe daraus gelernt!“.

In seiner Zeit als Stadtrat baute er vor allem Schulen, Kindergärten und Sportstätten, auch das Sportzentrum auf der Rosenhöhe, damals Musterbeispiel für ganz Hessen, ist sein Werk. Er ist Mitbegründer der Offenbacher Sportstiftung, des Sportfestivals und der Offenbacher Vereinigung gegen den Fluglärm.
Er hat es mit seinem ausgeprägten Demokratieverständnis und seinem gewinnenden, ausgleichenden Wesen immer geschafft, andere für seine Ziele und Überzeugungen zu gewinnen und zu motivieren. Er ist ein Mann des Kompromisses. Einige Jahre war er daher auch als ehrenamtlicher Schiedsmann der Stadt Offenbach sehr erfolgreich. Es ist stets sein Bestreben, Bürgersinn zu schaffen, also auch dazu anzuregen, zu fragen, was kann ich für die Gemeinschaft tun, und nicht, was kann der Staat für mich tun.
Ferner ist sein Ziel, unsere Gesellschaft menschlicher, freier und inhaltsreicher zu gestalten und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass unsere demokratische Verfassung einfach das Handeln aller erfordert.