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06. Juli 2004: Ein gestandener Handwerksmeister, Obermeister Alois Isser, der in seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit vieles für das Handwerk in Stadt und Kreis Offenbach, vor allem für seinen Bereich Farbe, Gestaltung, Bautenschutz geleistet hat, erhielt am Montag, 5. Juli 2004, 16.00 Uhr, aus der Hand von Oberbürgermeister Gerhard Grandke den Ehrenbrief des Landes Hessen.
In einer Zeit, in der es die deutschen Handwerker ohnehin nicht leicht haben, ihre Betriebe schadlos über die Runden zu bekommen, gut zu tun zu haben, zu investieren und beruflichen Nachwuchs auszubilden, muss es einem Handwerksmeister besonders hoch angerechnet werden, wenn er sich darüber hinaus auch noch ehrenamtlich engagiert und sich einbringt, um die Gesamtsituation in seinem beruflichen Umfeld zu erhalten, zu modernisieren und zu verbessern.
Ab März 1990 hat Herr Alois Isser als Obermeister der Innung Farbe, Gestaltung, Bautenschutz Rhein-Main ehrenamtlich gearbeitet; ein zeitaufwändiges Ehrenamt, welches er erst kürzlich in jüngere Hände übergab.
Davor war er bereits fünf Jahre lang als Schriftführer tätig.

Zusätzlich war Herr Isser von April 1997 bis April 2003 Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Offenbach.

Wenn jemand eine solche Aufgabe gut bewältigt und sich engagiert, das spricht sich rasch herum. So blieb es nicht aus, dass auch der Landesinnungsverband sich Herrn Isser als Berater heran holte. Hier ist er seit 7 Jahren Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses und in dieser Funktion auch hessischer Vertreter des Wirtschaftsausschusses im Bundesverband.

Im Bereich der Handwerkskammer ist Alois Isser seit über 10 Jahren Mitglied der Vollversammlung und seit 5 Jahren im „1-2-3-Berufsbildungsausschuss“, dem er immer noch vorsteht. Er hat sich besonders für den beruflichen Nachwuchs eingesetzt und hier Verbesserungen in der Ausbildung erreicht.

Erst vor kurzem konnte er in seinem Betrieb, der Firma Kohler in der Senefelderstraße in Offenbach, sein 50-jähriges Jubiläum feiern.

Berufsständische Interessen zu vertreten, ist keine leichte Aufgabe. An jedem Betrieb hängt nicht nur die Existenz des Unternehmers und seiner Familie, sondern auch die der Beschäftigten und der Ausbildungskräfte. Es beginnt mit der Gewährleistung einer ordentlichen und modernen Berufsausbildung, geht über die Wahrung der Interessen des Handwerks, die Vorbereitung und Begleitung von Gesetzesinitiativen, bis hin zu den neuen europäischen Regelungen, in denen sich auch das deutsche Handwerk und die Region zu behaupten haben.

Hier sind Persönlichkeiten gefragt, die eine solche ehrenamtliche Tätigkeit nicht nur wahrnehmen und ausüben, sondern aktiv gestalten und dabei auch viel Zeit und persönlichen Einsatz investieren.

All das hat Herr Alois Isser über einen langen Zeitraum sehr effektiv und erfolgreich geleistet und dabei auch für die Zukunft Maßstäbe gesetzt.
Er hat mit sehr viel Sachverstand, Lebens- und Berufserfahrung, und auch immer mit einem gesunden Schuss Humor seine Aufgaben gemeistert, war stets ein harter, aber sehr fairer Verhandlungspartner, und er hat mit seiner besonderen, sympathischen Art, mit seinen Mitmenschen umzugehen, vieles gewonnen und vieles für das Handwerk erreicht.

Dass ein solches Engagement auch auf die Familie abfärben kann, ist nicht selten. Ehefrau Sigrid Isser ist schon seit einer Reihe von Jahren als Stadtverordnete der CDU, als Vorsitzende des Stadtelternbeirates und in verschiedenen Funktionen ihre Partei aktiv, und Sohn Simon war einige Zeit Vorsitzender des Offenbacher Jugendparlaments. Die Familie Isser ist also ein Glücksfall für Offenbach und ein Vorbild für andere.

Nach dem berühmen Goethe-Wort „Ehrt eure deutschen Meister, dann bannt ihr gute Geister“ wird auch heute die gemeinschaftsdienliche Arbeit eines honorigen Offenbacher Handwerksmeisters gewürdigt und gelobt. Die hessische Landesregierung, der Ministerpräsident, hat Herrn Alois Isser nun als Dank und Anerkennung für seine hervorragende ehrenamtliche Arbeit den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

Zur der kleinen Feierstunde in „Offenbachs höchstem Restaurant“, dem Rathaus-Casino, sind die Damen und Herren der Medien ebenfalls herzlich eingeladen.