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29. Dezember 2005: Der Peoples Theater e.V. und sein Initiator Erfan Enayati sind Preisträger 2005 des Offenbacher "Preises für hervorragende Leistungen im Bereich der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger".

Einstimmig wurde der Verein als Preisträger von der Jury gewählt, der neben Sozialdezernentin Birgit Simon als Vorsitzende, Andreas Lipsch, interkultureller Beauftragter der evangelischen Kirche, Peter Bugert von der katholischen Jugend, Karin Dörr, Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach, Carlo Enders, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Stadt und Kreis Offenbach, Dr. Enno Knobel, Vertreter des Magistrats im Ausländerbeirat, Abdelkader Rafoud, Vorsitzender des Ausländerbeirats, Mostafa Harchaouen, Ausländerbeauftragter der Polizei Südosthessen, sowie Luigi Masala, Leitstelle Zusammenleben in Offenbach, angehören.

Peoples Theater hat sich dieses Jahr gegenüber den anderen fünf Vorschlägen durchgesetzt, so Jury Vorsitzende Birgt Simon, weil es sich mit hohem ehrenamtlichen Engagement viele Kinder und Jungendliche erreicht hat und zu Integration erlebbar macht, in persönliches Fühlen und Handeln umsetzt. Über 1000 Auftritte an Schulen aller Schulformen und über 60 Kinder- und Jugendprojekte haben Jugendliche und junge Erwachsene des Vereins ehrenamtlich im Bereich des Staatlichen Schulamts seit der Gründung des Vereins im Jahr 2001 durchgeführt.

Die so genannten „Shows“ – ein moderierter Laienspieltheateransatz – soll in den einzelnen Klassen helfen, rassistische, nationale, kulturelle oder religiöse Vorurteile abzubauen. Integrationsansätze werden mit unterschiedlichen Stilmitteln thematisiert. Durch von Peoples Theater e.V. entsprechend ausgebildete Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an den Schulen erhält die Theatergruppe inzwischen Unterstützung. Einige Schulen sind durch die Hilfe von Peoples Theater e.V. inzwischen in der Lage, die Arbeit die sonst durch die Mitglieder von Peoples Theater geleistet wird, in eigener Regie weiterzuführen.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von Peoples Theater e.V. haben größtenteils selbst Migrationserfahrung. Sie erreichen durch ihre Arbeit, dass die Kinder und Jugendlichen, Schülerinnen und Schüler mit denen sie arbeiten, nicht nur ihr eigenes Denken und Handeln reflektieren, sondern auch langfristig ihr Verhalten ändern. Durch Peoples Theater ist ein Integrationsprozess in Gang gesetzt worden, an dem sich inzwischen viele Menschen mit sehr viel Engagement beteiligen und somit eine dauerhafte positive Einstellungs- und Verhaltensänderung bei Kindern und Jugendlichen zu erwarten ist.

Der Preis für „hervorragende Leistungen im Bereich der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Stadt Offenbach“ wird bereits zum siebten Mal verliehen. Der Integrationspreis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird seit 1998 jährlich verliehen. Ausgezeichnet werden sollen Privatpersonen, Verbände, Vereine oder Firmen, die sich für das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausländern in besonderer Weise engagieren.

1998 war der Preis an Abdelkader Rafoud von der Migrationsberatung der Arbeiterwohlfahrt gegangen, 1999 hälftig an die Hausaufgabenhilfe Lauterborn und die Frauenbegegnungsstätte der Volkshochschule. 2000 ist der Preis an die Ausländerbeauftragten des Polizeipräsidiums Südosthessens, Herr Eryilmaz und Herr Harchaouen, verliehen worden. 2001 wurde der Preis an das Koordinationsteam der Interkulturellen Wochen verliehen. 2002 wurde die Arbeit von Frau Prof. Dr. Ingrid Haller ausgezeichnet. 2003 wurde Franco Marincola stellvertretend für die Arbeit des CGIL-Bildungswerks e.V. geehrt. Im vergangenen Jahr wurden die Sportgemeinschaften SG Wiking03 e.V. und SG Rosenhöhe 1895 e.V. ausgezeichnet

Der Integrationspreis wird im Rahmen einer Feierstunde im Frühjahr 2006 durch Sozialdezernentin Birgit Simon im Stadtverordnetensitzungssaal verliehen.