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6. Juli 2006: Sie stehen im Jugendzentrum hinter der Theke, leiten Tanz-, DJ- und Rapworkshops des Jugendkulturbüros an oder sind Trainer und Schiedsrichter beim Mitternachtssport oder anderen Sportangeboten des Jugendamtes: Jugendliche und junge Erwachsene als Honorarkräfte in der Offenbacher Jugendarbeit. Für die jungen Nachwuchsteamer bedeutet ein solcher Job eine attraktive, aber auch anspruchsvolle Einkommensmöglichkeit. Für Offenbachs Jugendarbeit bedeutet dies eine Möglichkeit, eigenen Betreuernachwuchs zu qualifizieren und auf den Einsatz besser vorzubereiten.

Aus Mitteln des Bundesprogramms "LOS - lokales Kapital für soziale Zwecke" und des Europäischen Sozialfonds wurde nun eine erste Gruppe so genannter "Peerteacher" durch die Mitarbeiter des Jugendkulturbüros ausgebildet. In fünf, als einzelne Module zertifizierte Einheiten, vermittelten Claudia Weigmann-Koch, Yogi Groh und Dr. Michael Koch den zehn Teilnehmern des Peerteacher-Qualifizierungskurses Grundlagenkenntnisse der Jugend- und Jugendkulturarbeit, Aufsichtspflicht, Projektplanung, Bühnen- und Aufnahmetechnik und die Musikproduktion mit dem PC. Auch die Rollenproblematik der Peerteacher bei der Arbeit mit fast Gleichaltrigen zählte zu den Inhalten des Seminars, nach dessen Abschluss nun neue Aufgabenfelder in Angriff genommen werden können.

"Künftig wollen wir verstärkt jugendkulturelle Projekte auch in Kooperation mit Offenbachs Schulen durchführen.
Hier werden die Peerteacher eine wichtige Hilfe sein, denn erfahrungsgemäß erreichen gerade in Bereichen wie HipHop-Musik, Rappen, Break- und Modern Dance qualifizierte Peerteamer junge Menschen leichter als ältere Mitarbeiter. Diese Angebote zeichnen sich durch einen höheren Lebenswelt- und Interessensbezug aus, ein Aspekt, der oftmals in schulischen AG- und Wahlpflichtangeboten noch zu kurz kommt", so die Mitarbeiter des Jugendkulturbüros.

Für die Arbeit an Schulen sollen die nun ausgebildeten Peerteacher in einem weiteren Projekt speziell vorbereitet werden. Unter dem Motto "(Inter)Kultur macht Schule", finanziert durch das Bundesprojekt "Entimon - Gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus" und des Jugendamtes der Stadt Offenbach werden Zusatzqualifizierung und auch erste Praxisworkshops in Schulen und Jugendeinrichtungen im zweiten Halbjahr 2006 erfolgen. Für die Projektleiter Claudia Weigmann-Koch und Michael Koch ist dies der Beginn einer neuen spannenden Entwicklung, um kreativ-kulturelle Angebote für Offenbachs Kinder und Jugendliche auszuweiten.