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„20. April 2007: "Meldungen über eine Vorvereinbarung zwischen der Stadt Offenbach und der Fraport AG über ein Klageverzicht sind schlichter Nonsens"“, mit diesen Worten reagierte der zuständige Stadtrat Paul-Gerhard Weiß auf eine vom Hessischen Rundfunk verbreitete Nachricht, Offenbach sei bereit auf rechtliche Mittel gegen die geplante Nordwestbahn zu verzichten, wenn es einen besseren Lärmschutz gibt.


Aus diesen Gesprächen, so der HR in Nachrichten und den Internetnews, resultiere der Entwurf einer "Vorvereinbarung" für einen Anti-Lärm-Pakt, der dem Hessischen Rundfunk vorliege. Weiß: "„Es gibt keine Vorvereinbarung. Die Stadt Offenbach trägt die Last von zwei Landebahnen. Mit dem Bau der Nordwestbahn würde auch der letzte Quadratmeter Offenbachs unter dem Lärmteppich liegen. In dieser Situation verbietet sich ein Klageverzicht“."

Mittlerweile wurde von einem verantwortlichen Redakteur des Hessischen Rundfunks gegenüber dem Leiter des Presseamtes der Stadt Matthias Müller und seinem Stellvertreter Carlo Wölfel eingeräumt, dass ein Korrespondent vor Ort ein Papier, das mit „Vereinbarung“ überschrieben war, falsch bewertet habe. Es ist zu hören, dass Verfasser des Papiers Fraport nahestehende Kreise sind. Müller: „"Wir haben dem Sender sofort hart mit einer Gegendarstellung gedroht. Das hat zu einer Nachrecherche geführt. Mittlerweile wird die Nachricht relativiert, aber nicht in dem Maße, wie es dem Erkenntnisstand über die Qualität der Meldung angemessen ist und wie es der HR im direkten Gespräch einräumt. Es gelten offenbar für Fraport andere Maßstäbe als für die Stadt Offenbach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Papier von uns mit der Überschrift `Vereinbarung über den Verzicht der Fraport auf eine neue Landebahn´, wenn wir es denn dem Regionalen Dialogforum vorlegen, vom HR ohne Nachrecherche übernommen würde."

Die Stadt Offenbach wird in allen Gremien, die sich um Lärmreduzierung bemühen, weiter mitarbeiten. Müller: „"Die Versprechungen, die die Fraport für die dritte Landebahn macht, könnten schon heute für die beiden Bestehenden verwirklicht werden. Darüber lohnen Gespräche. Dafür werden wir uns aber nicht das Recht abkaufen lassen, die ruhige Lage für die letzten Quartiere in Offenbach zu sichern. Der Fluglärm über zwei Drittel Offenbachs reicht“."