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26. August 2008: Eine umfangreiche Schadstoffsanierung steht für die Herbstferien in der Theodor-Heuss-Berufsschule am Buchhügel an. Für rund 141.000 Euro soll PCB-haltige Fugenmasse entfernt werden. PCB-Verbindungen (Polychlorierte Biphenyle) gelten als krebserregend. An der Theodor-Heuss-Schule werden die Grenzwerte in einigen Klassenräumen und im Treppenhaus überschritten.

Der TÜV Süd hat die Grenzwertüberschreitung im Rahmen der Erstellung eines Schadstoffkatasters für alle Offenbacher Schulen festgestellt. Seit Herbst 2007 ist bekannt, dass dauerelastische Fenster- und Bauwerksverfugungen PCB in die Raumluft ausdünsten. Überschritten ist der untere Grenzwert von 300 Nanogramm pro Kubikmeter. Damit ist die Situation bei weitem weniger dramatisch als an der Leibnizschule, wo mit mehr als 3000 Nanogramm pro Kubikmeter sofortige Gegenmaßnahmen erforderlich waren. Allerdings fordert der Gesetzgeber in Hessen auch im Falle der Theodor-Heuss-Schule eine Sanierung, die gewährleistet, dass der Grenzwert innerhalb von zwei Jahren eingehalten wird.

Dieser Auflage wird die Stadt durch die vorgesehene Sanierung gerecht. Vor dem Ende der Zwei-Jahres-Frist habe man im kommenden Jahr noch Gelegenheit zu beobachten, ob die Sanierung zum Erfolg führe und die PCB-Werte planmäßig sinken, so Anna Heep, Leiterin des Bereichs Hochbau beim Amt für Stadtplanung und Baumanagement.

Obgleich an der Theodor-Heuss-Schule ein umfangreicher Umbau im Rahmen des Schulbauprogramms ansteht, sei die Sanierung vorab unumgänglich, so Heep. Falls nämlich die Zweijahresfrist nicht eingehalten werde, drohe die Schließung der Schule, was für die Stadt Folgekosten in noch größerer Höhe bedeuten würde. Ein Großteil der Kosten werde außerdem durch die Beseitigung und Entsorgung des belasteten Baumaterials verursacht. Diese Kosten würden auch zu einem späteren Zeitpunkt anfallen. Beim anstehenden Umbau könnte dieses Geld nun eingespart werden.