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27. November 2008: Dreieck-Plakatständer gelten als die effektivste Methode der Kulturwerbung. In Offenbach sehen sie neuerdings auch noch gut aus. 100 neue Aluminiumständer werben künftig auf Offenbachs Straßen für kulturelle Veranstaltungen. Angeschafft wurden sie von der Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft mbH (OSG), die das OF InfoCenter und die Filiale theater+konzerte im Ringcenter betreibt. OSG-Geschäftsführer Matthias Müller hofft, dass die attraktiven Werbeträger auch dazu beitragen, den Kartenvorverkauf in den OSG-Geschäftsstellen anzukurbeln.

Mit 16.000 Euro hat die OSG die Anschubfinanzierung übernommen. 100 weitere Dreieckständer sollen in den kommenden zwei Jahren hinzukommen. Sie sollen sukzessive die alten Holztafeln ersetzen, die heute noch vielfach rund um Laternen und Ampeln stehen.

Oberbürgermeister und Kulturdezernent Horst Schneider lobte die neuen Ständer als „kleinen, aber wichtigen Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen Ausstattung des öffentlichen Raumes“. Die Werbemittel müssten die hohe Wertigkeit der Veranstaltungen unterstreichen, so Schneider weiter. Ob Capitol Classic Lounge oder Summernight Beat, ob Praeludium oder Polyhymnia: „Stadt und Vereine müssen sich in einem angemessenen Umfeld präsentieren können.“

Die OSG hat vor der Entscheidung gemeinsam mit dem Forum Kultur und Sport, mit dem fachlichem Rat der Stadtplanung, ein Jahr lang verschiedene Typen getestet. Das jetzt ausgewählte Modell erfüllt die Anforderungen an Design und Standfestigkeit am besten. Die Plakate hängen auf Augenhöhe. Das steigert die Werbewirkung und ermöglicht Fußgängern auch „das Kleingedruckte“ zu lesen. Die Folie schützt die Plakate bei Regen und die abnehmbare Rückwand erlaubt es Monteuren, Laternen und Ampeln zu warten, ohne den Ständer zeitaufwändig ab- und wieder aufzubauen. Der Eigenbetrieb der Stadt Offenbach prüft derzeit Möglichkeiten, die Pfosten fest mit dem Boden zu verbinden. Gegenwärtig wird noch der Einsatz von Aluminiumtafeln an Brückengeländern ausprobiert.

Auf 100 Ständern, verteilt über das Stadtgebiet, kann gleichzeitig für vier bis fünf Veranstaltungen geworben werden. Künftig soll pro Dreieckständer für zwei verschiedene Veranstaltungen plakatiert sein, statt, wie bisher, nur für eine.

In Spitzenzeiten wird auf Offenbachs Straßen und Kreuzungen für bis zu zehn Events geworben. Ordnungsdezernent Paul Gerhard Weiß: „Wenn die Ständer sich bewähren, werden weitere angeschafft. Dafür stehen im Haushalt für das kommende Jahr 5.000 Euro zur Verfügung“. Der Leiter des Forums Kultur und Sport, Dr. Ralph Philipp Ziegler, plant darüber hinaus einen Verteiler für Plakate in öffentlichen Einrichtungen aufzubauen, um „ein Quantum Druck von der Straße zu nehmen“.

Dieser Verteiler kann auch von Vereinen in Anspruch genommen werden, ebenso wie die Ständer. Das Kulturbüro berechnet dafür einen Obolus von 30 Euro. Dafür fällt die bisherige Sondernutzungsgebühr beim Ordnungsamt weg. Bis auf Ausnahmen soll nur noch Werbung von Institutionen zugelassen werden, die sich ehrenamtlich engagieren oder deren Veranstaltungen das kulturelle, festliche und sportliche Leben in Offenbach bereichern. Die sogenannten Scheinveranstaltungen, die eigentlich kommerzielle Produktwerbung sind, haben in den letzten Jahren zu häufig das Straßenbild dominiert. Privatunternehmen könnten Flächen auf Litfasssäulen buchen, so Weiß.

Da für die kommenden Wochen bereits zahlreiche Genehmigungen ausgegeben wurden, werden alte und neue Tafeln vorerst noch nebeneinander stehen. Müller und Ziegler wollen auch das Gespräch mit privaten Organisatoren wie dem Wiener Hof suchen, um für die Integration in das neue System zu werben.

Ansprechpartner für Vereine ist Kultur- und Sportverwaltung, Telefon 069 / 80 65 – 28 90.