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03. Januar 2008: Die vieljährige ehrenamtliche Arbeit des Offenbacher Ausländerbeirats bezieht diejenigen in der Stadt ein, die über keine ausreichende Möglichkeit einer kommunalpolitischen Beteiligung verfügen. Dafür erhält der Ausländerbeirat jetzt den Integrationspreis des Jahres 2007.

Die zahlreichen Aktivitäten des Offenbacher Ausländerbeirats orientieren sich zuerst an den Begriffen „Integration und friedliches Zusammenleben“. Sie gelten quasi als Leitlinien seines Handelns und Wirkens. Der Integrationsgedanke fließt auf vielfältige Wege in die Arbeit des Ausländerbeirats ein.

Neben dem vom Ausländerbeirat initiierten und organisierten „Kulturfest der Nationen“ auf dem Wilhelmsplatz mit bis zu 6000 Besuchern jährlich, engagiert sich der Ausländerbeirat in seiner Brückenfunktion besonders darum, die Integrationsgedanken an die ausländischen Vereine heranzutragen und mit diesen und allen interessierten Menschen in den Dialog um was „Wie?“ des Zusammenlebens in Offenbach zu treten. Auch bei Problemen im Alltag hilft der Ausländerbeirat nach Möglichkeit. So hat er sich beispielsweise für zwei Minderjährige eingesetzt, deren Mutter bei einem Auslandsaufenthalt tödlich verunglückte und deren Vater die Betreuung allein nicht übernehmen konnte.

Die Jury erhielt in diesem Jahr sechs Vorschläge von sieben Institutionen und Einzelpersonen für den Integrationspreis. Bürgermeisterin Birgit Simon hebt hervor, dass die Entscheidung - wie schon in den Vorjahren - der Jury nicht leicht fiel. „Alle eingereichten Vorschläge legen eindrucksvoll Zeugnis ab über wirkungsvolle Integrationsarbeit in unserer Stadt“ sagt Simon und betont: „Integration ist ein weites Feld – und die eingereichten Unterlagen machen jedes Jahr aufs neue deutlich, dass ehrenamtliches Engagement die ganze Bandbreite unterschiedlicher Bedarfe und Ansätze in unserer Stadt abdeckt.“

Neben dem Ausländerbeirat zählte der Freundschaftverein Türkei e.V. für erfolgreiche Integrationsarbeit im Feld Hausaugabenhilfe ebenso zu den Bewerbern wie der Boxclub Nordend für seine Integrations- und Präventionsarbeit für mehr Toleranz und Verständnis unter Jugendlichen.

Außerdem erreichten die Jury auch Vorschläge zur Verleihung des Preises an Einzelpersonen. So wurde für ihr Engagement in verschiedenen >Integrationsprojekten Andrea Egerer von der Starthaus GmbH vorgeschlagen. Auch Angelika Amborn-Morgenstern aus der Rudolf-Koch-Schule stand auf der Liste potenzieller Preisträger. Sie engagiert sich seit Jahren in zahlreichen Projekten für die Integration in Offenbach.

Der Jury gehörten neben Simon als Vorsitzende folgende Personen an:

  • Andreas Lipsch, interkultureller Beauftragter der evangelischen Kirche
  • Peter Bugert von der katholischen Jugend
  • Martina Jöst, interne Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach
  • Peter Dinkel, Vorsitzender des Sportkreises Stadt und Kreis Offenbach
  • Dr. Enno Knobel, Vertreter des Magistrats im Ausländerbeirat
  • Abdelkader Rafoud, Vorsitzender des Ausländerbeirats
  • Mostafa Harchaouen, Ausländerbeauftragter der Polizei Südosthessen
  • Luigi Masala von der Abteilung für soziale Stadtentwicklung und Integration, der die organisatorischen Fäden für die Verleihung des Integrationspreises zusammenhält.

Der Integrationspreis wird im Rahmen einer Feierstunde im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathaus Offenbach verliehen; der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.