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05. Februar 2008:

Nachruf

In ihrer zweiten Heimat Mallorca ist vor wenigen Tagen die langjährige Stadtverordnete der SPD und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin, Frau Erika Seidel, im Alter von 64 verstorben. Erika Seidel war von 1981 bis 2001 Mitglied der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung. Sie engagierte sich in nicht gerade frauentypischen Fachbereichen, so im Haupt- und Finanzausschuss (davon 4 Jahre lang als Vorsitzende) und im Wahlvorbereitungsausschuss.

Die Interessen der Stadt vertrat sie darüber hinaus im Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach und bei der Regionalen Planungsversammlung beim Regierungspräsidium in Darmstadt. Sie arbeitete ferner in der Krankenhauskommission mit und setzte sich seinerzeit sehr für die notwendige Umgestaltung der Städtischen Kliniken und des Offenbacher Klinikmanagements ein.

Erika Seidel verstand sich stets als „Sprecherin der Innenstadt“, was sich unter anderem auch in der Wahl ihres Wohnsitzes in der Kasernenstraße ausdrückte.

Sie war Ansprechpartnerin des Parlaments für die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Auch mit dem Hotel- und Gaststättengewerbe hielt sie die Kontakte der Stadt.
Als die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung ihr im Jahre 2001 den Ehrentitel „Stadtälteste“ verlieh, lobte der damalige Oberbürgermeister Gerhard Grandke Erika Seidel besonders wegen ihrer Qualitätsmerkmale, die die Mitbürgerinnen und Mitbürger bei ihren gewählten Vertretern zu schätzen wissen: Scharfer Verstand, gelegentliches Querdenken, viel Engagement und furchtloses Hinterfragen von Zusammenhängen, auch Hartnäckigkeit, die sogar Gegnerschaft nicht scheute.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Parlament im Jahr 2001 lebte die Stadtälteste Erika Seidel den größten Teil des Jahres auf Mallorca, wo sie sich vor allem künstlerisch betätigte. Oberbürgermeister Horst Schneider und Stadtverordnetenvorsteher Erik Lehmann loben und würdigen ihr ehrenamtliches Lebenswerk für unsere Stadt.