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18. Dezember 2009: Die Mietpreise für Wohnungen in Offenbach haben sich in den vergangenen zwei Jahren kaum verändert. Lediglich bei älteren Baujahren bis 1960 gab es eine leichte Erhöhung, die auf Modernisierungen der Wohnungen zurückzuführen ist. Das geht aus dem Mietspiegel 2010 hervor, der nun als aktuelle Orientierungshilfe für Mieter und Vermieter in Offenbach vorliegt.

„Der Mietspiegel gibt Hinweise, ob die Miete für eine Wohnung angemessen ist oder nicht“, erläuterte Bürgermeisterin Birgit Simon. „Damit wird dem Mietwucher vorgebeugt.“ Die Werte-Tabelle sei unbürokratisch und gemeinschaftlich entstanden und für jeden verständlich, betonte Simon: „Das klappt nicht überall so gut wie bei uns.“

Der Mietspiegel der Stadt Offenbach wird alle zwei Jahre überarbeitet und den realen Verhältnissen angepasst. Herausgeber des Zahlenwerks sind Haus & Grund Offenbach/Main, die Eigentümerschutz-Gemeinschaft, der Verein der Haus- , Wohnungs- und Grundeigentümer e.V., der Mieterbund Offenbach e.V. sowie das städtische Wohnungsamt. Für das Zahlenwerk analysierten sie verschiedene Datensammlungen im Stadtgebiet nach Kriterien wie Lage, Baujahr und Größe.

Bei neueren Wohnungen in Offenbach haben sich keinerlei Veränderungen ergeben, sagte Wohnungsamts-Leiter Lothar Kirchner. Wegen verstärkter Modernisierungsmaßnahmen wie Dämmungen oder neue Heizungen gebe es in den Baualterklassen bis 1948 sowie von 1948 bis 1960 leichte Erhöhungen von 5 bis maximal 30 Cent pro Quadratmeter. „Im Gegenzug sparen die Mieter dann bei den Energiekosten.“ Bürgermeisterin Simon befürwortete diese Entwicklung. Die Stadt biete viele Beratungs- und Fördermöglichkeiten für die energetische Sanierung von Wohnungen: „Es ist unser ausdrücklicher Wunsch, dass es auf diesem Gebiet vorangeht.“

Der Mietspiegel entspreche den tatsächlichen Werten am Markt und diene allen Seiten als gute Orientierung, betonte Manfred Kind, Justiziar von Haus & Grund Offenbach/Main. „So lassen sich Konflikte zwischen den Parteien – und damit kostspielige Prozesse – vermeiden.“

Das Preisniveau liegt um 15 bis 20 Prozent unter dem für vergleichbare Mietwohnungen in Frankfurt; dort sei das Einkommensniveau auch entsprechend höher. Diese Tatsache mache Offenbach als zentralen Wohnort im Rhein-Main-Gebiet attraktiv, so Kind.

Bürgermeisterin Simon wies darauf hin, dass die Grundbedürfnisse an Wohnungen in Offenbach gedeckt seien. Knapp bleibe das Angebot an bezahlbaren Groß-Wohnungen für Familien mit vielen Kindern. Zudem gebe es im Stadtgebiet an die 100 Interessenten für das Mehrgenerationenwohnen, was nun in die Überlegungen der Planer einfließe.

Den aktuellen Mietspiegel für das Stadtgebiet Offenbach, gültig ab 1. Januar 2010, finden Sie am Fuße dieser Seite zum Herunterladen im PDF-Format.