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04. November 2009: Die Frage, wer künftig die Geschicke der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) lenkt, ist entschieden. Neuer SOH-Chef wird Peter Walther. Als kaufmännischer Leiter fungiert Dieter Lindauer, der ebenfalls über autonome Entscheidungskompetenz verfügen wird. Beide treten ihre neue Funktion zum 1. Januar 2010 an. Der bisherige SOH-Geschäftsführer Joachim Böger scheidet zum Jahresende aus. Wie der hauptamtliche Magistrat gemeinsam erklärte, fiel die Entscheidung in großem Einvernehmen.

Der 43-jährige Peter Walther steht bisher als kaufmännischer Geschäftsführer an der Spitze der ESO Dienstleistungsgesellschaft, ein Posten, den er auch beibehalten wird. „In der ESO gibt es viel zu tun“, sagt er und verspricht: „Wir werden an der Spitze der SOH schnell Fahrt aufnehmen und die laufenden Projekte weiterführen.“

Dieter Lindauer (43), bisher Leiter der Finanzen und einer von zwei Prokuristen bei der SOH, wird künftig auch allein vertretungsberechtigt sein. „Wir sind ein Team, aber auch alleine handlungsfähig“, kommentierte Walther diese Konstruktion. Lindauer, der seit März 2008 im Konzern tätig ist, bleibt alleiniger Geschäftsführer der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft.

Diese SOH-Tochter steht für das gewachsene Aufgabenspektrum des Konzerns. Neben öffentlichen Dienstleistungen - sei es Entsorgung, Wohnungswirtschaft oder öffentlicher Nahverkehr - ist dem Konzern in jüngster Vergangenheit verstärkt das Management zentraler Stadtentwicklungsprojekte übertragen worden – sei es der Umbau des Stadions am Bieberer Berg oder der Bau des Breitensport-Zentrums Wiener Ring.

„Für die SOH und ihre Tochtergesellschaften mit fast 800 Beschäftigten ist die Magistratsentscheidung über die künftige Führung ein wichtiges Signal“, erklärte Oberbürgermeister Horst Schneider. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten eine Fülle von Dienstleistungen zu erbringen und täten dies meist zur großen Zufriedenheit der Bürger. Die beiden nun installierten SOH-Spitzen seien in ihren Kompetenzen anerkannt und in ihren Tätigkeitsfeldern erfolgreich. „Die Besetzung der Konzernspitze mit zwei internen Bewerbern ermöglicht Kontinuität“, so Schneider.

Auch Bürgermeisterin Birgit Simon erklärte, man habe ein bewährtes Team in die Geschäftsführung gebracht, „weil wir im SOH-Konzern große Projekte voranbringen müssen, die der Kontinuität bedürfen“. Auch die nötigen Veränderungen innerhalb der SOH-Konzernstruktur erforderten „tiefe Sachkenntnis“.

Dies bestätigte auch Stadtkämmerer Michael Beseler: Der Charakter der SOH habe sich in den vergangenen zwei Jahren gewandelt. Es sei ein erhebliches Aufgabenvolumen hinzugekommen. Aufgrund ihrer Erfahrung innerhalb der SOH könnten die beiden neuen Chefs die Dimension erfassen, um die es dabei für Offenbach geht.

Stadtrat Paul-Gerhard Weiß erklärte, die Entscheidung des Magistrats sorge dafür, dass Ruhe und Sicherheit bei der SOH einkehren könne. Um die Mitarbeiter nicht zu verunsichern, sei es wichtig, dass die Führungsfrage nun beantwortet sei.