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14. April 2009: „Das ist eine gute nachösterliche Botschaft für Offenbach“, mit diesen Worten kommentierte der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider die Stellungnahme des Darmstädter Regierungspräsidenten (RP) zur Bebauung der Hafeninsel. Schneider: „Der Hafen ist wichtig für die Entwicklung der Stadt.

Rund um die Hafenmole unmittelbar an der Stadtgrenze zu Frankfurt wollen wir ein attraktives Wohn- und Gewerbegebiet mit hochwertiger Architektur entwickeln, das Platz für neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen und Wohnungen mit hoher Qualität bietet. Der Weg war lang und schwierig. Wir haben mit der Offenbacher Beharrlichkeit durchgehalten und sind nach der Stellungnahme des RP kurz vor dem Ziel angekommen. Mit der Einschätzung des RP ist eine wichtige Aussage für die Entwicklung des alten Industriehafens Offenbach zu einem neuen Stadtquartier mit vielseitigem Nutzungsmix getroffen“. 

Bei der Planung mussten die Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten der bestehenden Unternehmen im Frankfurter Osthafen berücksichtigt werden. Schneider: „Der RP hat unseren Lösung der Festsetzungen im Bebauungsplan sowie der besonderen Anordnung der Gebäude bestätigt. Für das Vorhaben ist Offenbach ein auskömmliches Miteinander und gute Nachbarschaft mit den Betrieben auf Frankfurter Seite ein großes Anliegen. Die Wohngebäude haben keine Fenster nach Norden, die geöffnet werden können. Dort ist dann auch keine Schallmessung erforderlich. Das gibt den Firmen im Osthafen Sicherheit“.

Das sieht auch der RP so. Die vorgesehene Bebauung des Offenbacher Hafenareals stellt nach Einschätzung des Regierungspräsidiums kein Problem in Bezug auf den Lärm durch die Gewerbebetriebe auf der Frankfurter Seite dar. Zu dieser Einschätzung kommt die Behörde nach eingehender Prüfung in ihrer Stellungnahme. In seinem Schreiben weist Regierungspräsident Dieke darauf hin, dass laut Bebauungsplan an den Fassaden nach Norden in Richtung der Frankfurter Betriebe keine Fenster möglich sind, die geöffnet werden können, und so auf dieser Seite keine so genannten Immissionsorte existieren. Die Behörde sieht zudem im dem Bebauungsplan zugrunde liegenden schalltechnischen Gutachten eine Unterschreitung der zulässigen Werte, so dass eine Erweiterung der Fechenheimer Gewerbebetriebe möglich ist.

Die Stadt Offenbach hofft, dass die Betriebe aus dem Frankfurter Ostend, die gegen den Bebauungsplan klagen, ihre Einsprüche überdenken werden. Schneider: „Ich werde sehr bald gemeinsam mit der Stadt Frankfurt auf die Unternehmen zugehen“.