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28. Dezember 2009: Für Radfahrerinnen und Radfahrer in Offenbach war 2009 ein gutes Jahr: Die Stadt Offenbach hat knapp 1,64 Millionen Euro in den Radwegebau investiert. Mehr als sieben Kilometer Radwege wurden unter der Regie des Bereichs Verkehrsplanung und Stadtgestaltung beim Amt für Stadtplanung und Baumanagement neu gebaut, verbreitert oder verbessert. Die straßenbegleitenden Radwege und Radfahrstreifen wurden um zwei Kilometer auf insgesamt 20,4 Kilometer erweitert. Das freut den passionierten Radfahrer und Oberbürgermeister Horst Schneider: „Radfahren schont die Umwelt und hat einen hohen Erholungswert. Mit einem gut ausgebauten Radwegenetz steigert die Stadt die Attraktivität des Radfahrens.“

Naherholung finden die Menschen vor allem entlang des malerischen Mainufers. Allein für den Mainufer-Radweg hat die Stadt im zurückliegenden Jahr 945.000 Euro investiert. Über Offenbach hinaus ist das auch touristisch von Bedeutung, denn der Mainuferweg ist Teil des 499 Kilometer langen länderübergreifenden Mainradwegs von Bayreuth bis Mainz. „Die Stadt Offenbach hat viel dafür getan, ihren Abschnitt des Mainradweges komfortabel und verkehrssicher zu gestalten“, sagt Hans-Joachim Bier-Kruse, Leiter des Bereichs Verkehrsplanung und Stadtgestaltung. Dabei wurden Fördermittel aus verschiedenen Töpfen akquiriert. Neben Fördermitteln des Landes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz wurden auch Bundesmittel zur Förderung von Radwegen an Bundeswasserstraßen und Mittel aus dem Konjunkturförderpaket II eingesetzt.

Mit Konjunkturfördermitteln konnte die Stadt den Herrnrainweg von der Kaiserleibrücke bis zur Schleuse komplett finanzieren. Der Weg wurde auf einer Länge von 450 Meter auf drei Meter verbreitert und asphaltiert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 72.000 Euro.

Zwischen der Schiffsanlegestelle Bürgel und dem Mainbogen war der Mainufer-Radweg früher nur 1,80 Meter bis zwei Meter breit. Nun weist der asphaltierte Weg eine Breite von 3,50 Meter auf und verläuft teilweise in größerer Entfernung zum Main. Dadurch ist eine breitere Uferzone entstanden – teilweise bis zu 32 Meter breit. Sofern es das Wetter zulässt, soll die abschließende Deckschicht im Januar/Februar aufgebracht werden. Von den Baukosten für diesen Abschnitt in Höhe von 773.500 Euro muss die Stadt selbst 94.000 Euro tragen.

In der Gesamtinvestition für den Mainufer-Radweg enthalten sind auch zirka 100.000 Euro, die die Stadt für den Streckenabschnitt zwischen Deichdurchlass Bildstockstraße und der Treppenanlage in Höhe Kreuzstraße in Bürgel aufwendet. Der Bau soll im Februar 2010 beginnen und bis April abgeschlossen sein.

Im Dezember hat die Stadt auch die jeweils etwa 1,50 Meter breiten Radfahrstreifen an der Mühlheimer Straße fertig gestellt. Die Gesamtlänge beträgt gut zwei Kilometer. „Das ist ein Meilenstein in der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes der Stadt Offenbach“, so Oberbürgermeister Schneider. Im Radverkehrskonzept der Stadt waren die Radfahrstreifen in der Mühlheimer Straße mit hoher Priorität versehen. Und auch Radfahrverbände hatten sie nachdrücklich gefordert. Von den Gesamtkosten in Höhe von 692.000 Euro trägt die Stadt einen Anteil von 178.000 Euro, der Rest wird mit Fördermitteln finanziert.

Für Februar ist bereits geplant, den Radweg auf der ehemaligen Industriebahntrasse auszubauen. Der drei Meter breite und 2,4 Kilometer lange Radweg wird viel befahren. Der derzeitige Belag besteht allerdings bloß aus einer wassergebundenen Decke, die bei Regen schnell schlammig und nahezu unbefahrbar wird. Für insgesamt 400.000 Euro soll der Radweg jetzt eine Asphaltdecke mit Splittabstreuung erhalten. Auch an dieser Maßnahme beteiligt sich das Land mit Fördermitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, so dass sich der städtische Anteil auf 88.000 Euro beläuft.

Insgesamt umfasst das Radwegenetz im Stadtgebiet von Offenbach nun rund 75 Kilometer.