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15. Januar 2009: Eine ganz besondere Auszeichnung, nämlich die Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ erhielt Familie Knies von Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Birgit Simon.

Diese Auszeichnung wird an Hausbesitzer verliehen, die Fledermäuse an ihrem Gebäude fördern und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser bedrohten Tiere leisten.

Maria und Gerhard Knies aus der Humboldtstraße errichteten in unzähligen Arbeitsstunden im Garten ein aufwendiges potentielles Fledermausquartier. Bürgermeisterin Birgit Simon überreichte nicht nur die Plakette, die bald einen Platz an der neuen Hausfront finden soll, sondern auch eine Urkunde, unterzeichnet vom Hessischen Staatsminister Wilhelm Dietzel und dem NABU-Landesvorsitzenden Gerhard Eppler.
Hans Schwarting, NABU-Kreisvorsitzender und Fledermausexperte und Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie und Mobilität weisen besonders auf die Nützlichkeit der sympathischen „Kobolde der Nacht“ hin.

Immerhin vertilgen die „Flattermänner“ jede Nacht 25 bis 50% des eigenen Körpergewichtes an Insekten.Der NABU überreichte auch ein wertvolles Buch über Fledermäuse, damit die engagierten Fledermausfreunde ihr Wissen über diese bedrohte Tierart weiter vertiefen können. Die Würdigung des Engagements wird durch eine Urkunde, unterzeichnet vom NABU-Landesvorsitzenden Gerhard Eppler und dem Hessischen Staatsminister Wilhelm Dietzel, ausgesprochen.

Mit der Auszeichnung führt der Naturschutzbund Hessen (NABU) die Kampagne „Fledermausfreundliches Haus“ fort, die vom Land Hessen und der Stiftung Hessischer Naturschutz getragen wird. Experten der NABU-Landesarbeitsgruppe Fledermausschutz und der über 400 örtlichen NABU-Gruppen machen sich schon seitJahren für die hessischen Fledermäuse stark. Innerhalb von 3 Jahren hat der NABU bereits 500 Häuser in Hessen ausgezeichnet, um besonderes Engagement von Hausbesitzern zu würdigen.

Heike Hollerbach vom Amt für Umwelt, Energie und Mobilität:
"Es gibt leider noch zu wenige Menschen, die sich wirklich gut über die bedrohte Tierart informiert haben. Es gibt weltweit 750 Arten von Fledermäusen, die überwiegend Insektenfresser sind. In Deutschland leben 22 Fledermausarten, die abwechslungsreiche Landschaften mit Gewässern bevorzugen“.

Fledermäuse sind eine Säugetiergruppe, die, zusammen mit den Flughunden, die Ordnung der Fledertiere bilden. Die überwiegend nachtaktiven Tiere können während ihres Winterschlafes (November bis März) ihre Körpertemperatur bis auf 0 °C absenken, obwohl sie Warmblüter sind. Im Sommer suchen sie tagsüber Baumhöhlen, Mauerspalten, Höhlen oder Dachstühle zum schlafen auf, wobei sie typischerweise hängend ihre Ruhestellung einnehmen. Als Nahrung dienen nachtaktive Insekten, hierbei besonders Nachtfalter. Fledermäuse erreichen ein Alter von meist 5 Jahren. Manche heimischen Fledermausarten können auch bis zu 18 Jahre alt werden.

Bewerbung:
Der NABU-Kreisvorsitzende Hans Schwarting ruft alle Fledermausfreunde und solche, die es in Stadt und Kreis Offenbach werden wollen, dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen und sich um die Auszeichnung zu bewerben. Neben der Plakette gibt es für die Hausbesitzer auch eine Urkunde und ein Fledermausbuch. Schwarting ist zu erreichen unter 06106-66 80 88 oder per E-Mail: hans.schwartingt-onlinede

Weitere Informationen über die große landesweite NABU-Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ finden Sie auf der Homepage des NABU Hessen http://www.nabu-hessen.de/ . Berichte über bisher ausgezeichnete Häuser können ebenso nachgelesen werden wie Bauanleitungen für handwerklich begabte Fledermausfreunde. Unter anderem kann der Bewerbungsbogen für eine Auszeichnung abgerufen und ausgedruckt werden. Dort gibt es auch eine Übersicht über die Fledermaus-Veranstaltungen des NABU. Wer bereits Fledermäuse am Haus beherbergt, Fledermausquartiere kennt oder Rat zum Umgang mit ihnen sucht, sollte sich an das „Fledermaus-Telefon“ beim NABU Hessen 06441-67904-25 wenden; E-Mail: fledermausNABU-Hessende.

Infos können auch über das Amt für Umwelt, Energie und Mobilität per Telefon 8065-2557 oder per Mail: mailto:umweltamtoffenbachdegegeben oder erfragt werden.