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01. April 2010: Die Stadt Offenbach hat in den vergangenen Wochen im Baumsaal des Schlossparks Rumpenheim zwei Bänke und eine Informationstafel aufgestellt. Außerdem wurde der Sockel der ehemaligen Voliere gesichert, teilt Offenbachs Baudezernent, Oberbürgermeister Horst Schneider, mit. Von Dezember 2006 bis April 2007 hatte das Referat Stadtgrün im Amt für Stadtplanung und Baumanagement gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde den historischen Baumsaal wiederhergestellt. Auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern wurden 45 Winterlinden gepflanzt, 2.000 Quadratmeter Rasen angesät. Die Gesamtkosten betrugen 98.000 Euro. In die Summe sind 47.000 Euro aus Spenden- und Fördergeldern eingeflossen.

Der südliche Weg entlang des Baumsaals wird von einer etwa neunzig Zentimeter hohen Hochwasserschutzmauer begrenzt. Bei der Einweihung des Baumsaals im Jahr 2007 äußerte die Bürgerinitiative den Wunsch, in den beiden drei Meter breiten Ausrundungen der Mauer Bänke aufzustellen.

Das Amt für Stadtplanung und Baumanagement hat diese Bitte umgesetzt und zwei Rundbänke eingebaut, die sich der Örtlichkeit mit ihrer modernen Holz-Stahl-Kombination anpassen. Sie sind bequem, optisch gut gestaltet, langlebig, einfach zu warten und kostengünstig zu reparieren. Das Modell steht seit letztem Sommer am Mainuferpark und im Lilipark. Die zwei Sitzgelegenheiten kosten 8.500 Euro. Davon wurden 3.500 Euro von der BIR gespendet. Im Baumsaal informiert jetzt ein Schild über Historie und Spender.

Saniert wurde in den vergangenen Wochen auch der Sockel der ehemaligen Voliere an der Platanenallee. Der große Vogelkäfig ist dokumentiert. Sein Sockel bestand aus bearbeiteten Natursteinen sowie einem Holzaufbau. Der Aufbau ist nicht mehr vorhanden, aber die meisten Sockelelemente standen noch vor Ort. Die Steine saßen allerdings locker und manche auch nicht mehr auf ihrem ursprünglichen Platz.

Im ersten Schritt wurden die vorhandenen Steine gesichtet und gesäubert. Eine Steinmetzin prüfte die bauliche Substanz. Ähnlich einem Puzzle wurde mit Hilfe eines alten Fotos versucht, die Quader wieder an der richtigen Stelle einzubauen und mit Mörtel dauerhaft stabil zu verfugen. Außerdem wurden die Beschädigungen an den Sitzen, die in den Sockel integriert sind, ausgebessert.

Eine komplette Rekonstruktion der Voliere ist nicht angedacht und auch eine Anbindung an das Wegenetz wird vorerst nicht erfolgen. Der Volierensockel ist daher vorrangig als eine der für einen englischen Landschaftspark typischen Staffage zu betrachten, die dem Auge des Betrachters Vergnügen bereiten soll.

Horst Schneider: „Der Rumpenheimer Schlosspark zählt zu den schönsten Gärten in Rhein-Main. Als Oase der Ruhe ist er beliebt bei Spaziergängern. Seine Geschichte ist Verpflichtung, den Charakter des Parks zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren hier erhebliche Mittel investiert und sie wird sich hier auch weiter engagieren“.

Kontakt: Frau Türk-Döker, Tel. 069 / 8065-3178,
E-Mail: christina.tuerkoffenbachde