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21. Juli 2011: Vor einigen Wochen war die Lounge im Offenbacher Hauptbahnhof noch eine Ruine. Jetzt ist es ein besonderer Treffpunkt geworden, wo man Musik hören, Kunst erleben und Neues aus Offenbach erfahren kann – zum Beispiel über den Architektursommer Rhein-Main. Im August geht er in Offenbach mit einem facettenreichen Programm in die heiße Phase. Dann wird achtzehn:52 zum zentralen Infopoint. „Eine bemerkenswerte Initiative“, lobte Oberbürgermeister Horst Schneider bei der Eröffnung. Und: „Achtzehn:52 ist nicht nur für jüngeres Publikum geeignet“.

Der Name der Lounge, achtzehn:52, entstand durch eine Zugverbindung. Zu dieser Uhrzeit kommen täglich viele Pendler aus Frankfurt am Bahnhof an. „Wir wollen jeden ansprechen. Also muss auch jeder die Möglichkeit haben, uns zu entdecken“, erklärt Loimi Brautmann, Initiator und Kurator der Lounge. Nach Bahn-Angaben bewegen sich täglich immerhin rund 3000 Menschen durch den ansonsten tristen Offenbacher Hauptbahnhof. Dass er durch die Lounge eine neue Belebung erfährt, freut den Ordnungsdezernenten Paul-Gerhard Weiß.

Die Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) hat die Räume der ehemaligen Bäckerei angemietet. Die Aufwertung der Station ist eine Maßnahme des Projektes „Besser leben in Offenbach“ für das benachbarte Senefelder-Quartier.

Im Juli und August überlässt die SOH der Stadt Offenbach die Räume für den Architektursommer. Die Lounge ist Kulisse für Ausstellungen und Gespräche. Hier wird über Offenbach und das ASRM-Programm informiert. Hier ist die Anlaufstation für Führungen und Exkursionen. Nach dem Architektursommer wird die SOH den Raum – zumindest vorübergehend- als Büro für das Senefelder-Quartier weiter nutzen. Dass dort ein weiteres Stadtteilbüro für ein dauerhaftes Quartiersmanagement entstehen könnte, ist ebenfalls im Gespräch.

In den kommenden Monaten will die SOH mit kleinen, aber wirkungsvollen Aktionen das Bahnhofsgebäude ansehnlicher gestalten. So wird links neben dem Bahnhofsgelände die Mauer und der Zaun des früheren Biergartens instand gesetzt und die Grünanlage gepflegt. Der angrenzende Raum wird zurzeit von der Hochschule für Gestaltung aus Offenbach genutzt.

Aktuell stellen die Quality Lovers aus Berlin in der achtzehn:52-Lounge aus. Absolutes Highlight ist die ehemalige Damentoilette. Nicht weil sie besonders sauber ist, sondern weil auch dort ausgestellt wird. Durch eine Scheibe kann man weitere Kunstwerke bestaunen.

Die achtzehn:52 Lounge hat montags, donnerstags und samstags jeweils von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Montags können Interessierte dort mit den Künstlern der aktuellen Ausstellung ins Gespräch kommen. Mittwochs und samstags sind Loimi Brautmann und seine Kolleginnen und Kollegen dort anzutreffen. Jeden Mittwoch ab 18:52 Uhr gibt es die Hbf Alive Lounge – mal mit Filmvorführung, mal mit Live-Musik oder auch mal einfach zum Waffeln backen. Donnerstags informiert das Team von „Besser leben in Offenbach“ zwischen 16 und 18 Uhr über die aktuelle Kampagne im Senefelder-Quartier.