Sprungmarken
Suche
Suche

18. Februar 2011: Eine Grundschule, eine Kindertagesstätte, eine Sporthalle: Der ehemalige Offenbacher Hafen wird - wie heute schon das benachbarte Nordend - ein „junger Stadtteil“. Mit der Bebauung des Geländes am Main verbinde die Stadt Offenbach, so Oberbürgermeister Horst Schneider, aber auch höchste gestalterische Ansprüche. Schneider: Wir wollen die besten Entwürfe für das Projekt. Deshalb haben wir einen Architekturwettbewerb ausgelobt.“

Dem „nichtoffenen Verfahren“, so der Fachterminus, ist ein qualifiziertes Auswahlverfahren vorgeschaltet. Betreut wird der Wettbewerb vom Hochbaumanagement im Amt für Stadtplanung und Baumanagement. In einem ersten Schritt können sich Architektenbüros aus ganz Europa um die Teilnahme bewerben. Nach der Sichtung der Unterlagen werden dreißig Teilnehmer verbindlich zur Teilnahme aufgefordert.

Aus den eingesendeten Entwürfen wird eine hochkarätige Jury, der der Oberbürgermeister, Vertreter der Fraktionen, renommierte Architekten und Professoren sowie Fachleuten der Stadt Offenbach am Main und versierte Sachverständige, angehören, über den besten Entwurf entscheiden. Die Vorschläge sollen sich städtebaulich optimal in das Gebiet einfügen, funktionale Vorgaben erfüllen und eine hohe gestalterische und räumliche Qualität haben. In die Betrachtung werden auch wirtschaftliche und energetische Kriterien im Sinne einer nachhaltigen Nutzung einbezogen. Das gesamte Gelände muss barrierefrei, also behindertengerecht erschlossen werden.

Die Jury wird vier Preise sowie drei Anerkennungen vergeben. Die Wettbewerbsergebnisse werden nach der Preisgerichtssitzung am 10. August öffentlich ausgestellt.

Der ehemalige Offenbacher Hafen zählt in Rhein-Main zu den größten Entwicklungsgebieten am Wasser. Dort wo einst Kohle, Öl und Eisen gelöscht wurden, werden Menschen mit hoher Qualität wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

Die neue Grundschule wird auch notwendig, weil Kinder künftig nach den Vorstellungen der Landesregierung in kleineren Klassen lernen sollen, aber auch, so Oberbürgermeister Schneider, weil die Stadt Offenbach flächendeckend ganztägig arbeitende Schulen einrichten will. Und für das Nordend sind steigende Schülerzahlen prognostiziert. Die neue Schule soll vierzügig sein, mit einer Zweifeldsporthalle. Sie wird die Goetheschule entlasten, die auf ihrem Gelände keine nennenswerten Erweiterungsmöglichkeiten hat. Neben der Schule wird eine Kindertagesstätte gebaut, um den zusätzlichen Platzbedarf zu decken.

Oberbürgermeister Horst Schneider: "Wohnen und Arbeiten am Fluss - Der Offenbacher Hafen zählt zu den Top-Lagen in unserer Region. Die Hochschule für Gestaltung wird die Entwicklung dieses Quartiers prägen. Der Hafen wird auch Strukturen im benachbarten Nordend verändern. Schule und Kindergarten sind erste wichtige Bausteine für die Zukunft dieses Gebietes. Sie müssen auch architektonische Zeichen für die weiteren Investitionen setzen."