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01. Februar 2011: Die Stadiongesellschaft Bieberer Berg mbH hat am 31. Januar 2011 den Bauzeitenplan für das neue Sparda-Bank-Hessen-Stadion vorgelegt. Demnach beginnen bereits am 7. Februar die Abrissarbeiten an der Westtribüne. Parallel dazu läuft die Entkernung der Haupttribüne auf dem Bieberer Berg an; sie ist beim OFC-Heimspiel am 19. Februar letztmals nutzbar. Der Zeitplan ist sportlich: Bis zum 30. Juni 2012 soll das neue Stadion fertig sein.

Das ist für uns ein weiterer wichtiger Meilenstein – das Projekt geht gut voran“, freut sich SBB-Geschäftsführer Peter Walther. Am 27. Januar erhielt die SBB die Abrissgenehmigung, den Bauantrag reichte sie am 28.Januar 2011 ein. Er ist mit allen relevanten Ämtern und Behörden abgestimmt, weshalb Walther mit einer raschen Genehmigung rechnet. „Die zeitintensive Zusammenarbeit mit der Stadt lief hier ausgesprochen gut.“

Den Bauzeitenplan im Detail stellte SBB-Betriebsleiter Guido Möhlmann vor. Der 37 Jahre alte Betriebswirt und Diplom-Sportmanager, der schon bei Arminia Bielefeld für Stadion-Management und –Betrieb zuständig war, ist seit September 2010 für die Tochtergesellschaft der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) tätig.

Die Haupttribüne mit Gäste- und VIP-Bereich wird ab 7. Februar entkernt, was unter anderem den Wegfall der dortigen Kneipe bedeutet. Zeitnah nach dem Heimspiel gegen Ahlen am 19. Februar folgt der Abriss – und bis zum Saisonstart 2011/12 im Juli soll die neue Tribüne schon wieder größtenteils nutzbar sein. Die Fertigstellung ist bis zum Jahresende 2011 geplant.

Die Westtribüne oder Stahlrohrtribüne wird ebenfalls ab dem 7. Februar entkernt und konventionell abgetragen. Auch ihre Nachfolgerin soll bis zum Beginn der neuen Hinrunde zur Verfügung stehen, die Fertigstellung ist hier auf den 31. August 2011 terminiert.

Die Gegentribüne, bekannt als Waldemar-Klein-Tribüne, fällt dann ab dem 16. Mai, zu Beginn der frühen Sommerpause. Die neue Gegentribüne mit rund 8.500 Stehplätzen, fast 2.000 mehr als bisher, soll ab September nutzbar und bis Jahresende fertig sein.

Die Osttribüne, aktuell auch Henninger-Tribüne genannt, folgt als letzte: Ihr Abriss wird ab Ende Oktober vorbereitet, und im Mai 2012 kann sie aller Voraussicht nach wieder genutzt werden. „Die Planung bis zum Sommer 2012 ist insgesamt eine Herausforderung, und ich freue mich auf die interessante Aufgabe“, so Möhlmann.

Während der gesamten Bauzeit ist es Peter Walthers Ziel, pro Spiel 12.000 Besucher auf dem Bieberer Berg zu ermöglichen. „Wir schauen dann vor jedem Spieltag neu, was individuell organisiert werden muss“, ergänzte Möhlmann. Für die genaue Aufteilung der Sitzplätze ist der OFC verantwortlich: Als Hauptmieter des Stadions tritt er an den Spieltagen als Veranstalter auf.

Das Containerdorf wird nun zunächst auf dem ehemaligen Kunstrasenplatz hinter der Waldemar-Klein-Tribüne entstehen. Die Bremer AG, die als Totalübernehmer des Gesamtprojekts unter anderem den bevorstehenden Abriss organisiert, ist verpflichtet, die Baustelle rund um die Uhr zu überwachen.

Die Verkehrsführung bleibt beinahe über die gesamte Bauzeit erhalten. Nur wenn die Henninger-Tribüne falle, werde eine Spur der B 448 für circa zwei Wochen gesperrt, kündigte SBB-Geschäftsführer Walther an. Da die Bauteile mit Montagefahrzeugen auf den Berg gelangten, müsse auch kein Platz für einen großen Baukran geschaffen werden.

Was den Erhalt der Flutlichtmasten angeht, die baulich nicht mehr notwendig sind und im Zuge des Neubaus nicht am jetzigen Standort bleiben können, liegt die Federführung für die Finanzierung bei der Sparda-Bank Hessen, die dafür nun Modelle erarbeitet. In jedem Fall blieben die Masten so lange wie möglich stehen, sagte Walther: „Schließlich möchten wir ausreichend Licht vor Ort haben.“

Weitere Infos zum Stadion-Neubau: www.stadion-bieberer-berg.de