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24. Juni 2011: Sattes Grün, eine große Freifläche und ein neuer Spielplatz: mit einem kleinen Fest feierten die Bieberer am Montag die Eröffnung des neu gestalteten Ostendplatzes. Rund 6.500 Quadratmeter wurden in den letzten Monaten bearbeitet, ein tiefer fester Unterbau mit Schotterrasen geschaffen, der den Veranstaltungen von Nikolausmarkt bis Bieberer Kerb standhält.

Schon 2005 hatte es erste Ideen zur Umgestaltung des Platzes gegeben. Denn die bestehende Bebauung des Platzes in der Ortsmitte mit einer Buswendeschleife, einem Kiosk, einer Hecke sowie der lediglich für die Kerb genutzten Fläche zwischen Aschaffenburger und Wikinger Straße war nicht das, was man sich unter dem zentralen Platz eines Ortes vorstellt, meinte der Vorsitzende des Bieberer Heimatvereins, Hans Winter, anlässlich der Eröffnung. Zudem galt es, eine Alternative zu der 2005 geplanten Wohnbebauung entlang der Wikingerstraße zu schaffen. Etliche Sitzungen, die Gründung einer Bürgerinitiative gegen die Bebauung, zahlreiche Vorschläge und Gegenvorschläge später, lag Mitte 2009 ein konsensfähiger Entwurf vor, der durch die Stadtverordnetenversammlung am 5. November 2011 beschlossen wurde.
Jetzt präsentiert sich der Ostendplatz als offene Fläche, als Treffpunkt für jung und alt mit einer grünen Wiese, schattenspenden Bäumen, einem neu gestalteten Spielplatz und in naher Zukunft auch einer kleinen Gastronomie. Einen Investor gibt es bereits und Oberbürgermeister Horst Schneider zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadtverordneten im August den Weg für den Bau freimachen. Die Pläne haben die Bauherren Willi Burkhart und sein Sohn Thomas bereits in der Schublade: einen runden Bau anstelle des ehemaligen Kiosks möchten sie errichten, der dann eine öffentliche Toilette, einen Kioskbetrieb mit Toto-Lotto-Annahmestelle und ein offenes Bistro mit Außenfläche vorsieht. „Allerdings möchten wir nicht selber in das Geschäft einsteigen, sondern suchen einen Pächter“, erklärt Willi Burkhart, der bereits in 3. Generation einen Eier und Gemüsegroßhandel in Bieber betreibt. Heinz Josef Lorz, Vorsitzender des Gewerbevereins, freut sich über das geplante Investment der Burkharts, das, so Lorz augenzwinkernd „in Bieberer Manier beim Eierkauf entstanden ist“.

Nicht nur die Bieberer Mütter werden sich über das Bistro freuen: denn während sie dann auf der kleinen Terrasse Platz nehmen, haben sie ihre Kinder auf dem Spielplatz immer gut im Blick. Dessen kugelrundes Klettergerüst trotz einsetzendem Regen am Montag zum Lieblingsplatz der Kinder avancierte.