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01. Juni 2011: Ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes wird an der Baugrube der Beethovenschule das Beladen der LKW mit Bauschutt, der nach dem Zweiten Weltkrieg hier verfüllt wurde, und deren Transport überwachen. Das ist Ergebnis eines Gesprächs zwischen Bauunternehmen, Stadt Offenbach und Kampfmittelräumdienst. Die Schule wird derzeit neu errichtet. Im Erdaushub wurden am vergangenen Freitag vier Phosphorbomben gefunden. Das Gelände war vor Beginn der Baumaßnahme auf Bomben untersucht worden. Da nach dem Krieg in den Trichtern Trümmer von zerstörten Häusern verfüllt wurde, ist eine Expertise schwierig, da wegen der vielen Metallteile und Kabelreste keine Detektoren eingesetzt werden können. Dies wird wieder möglich, wenn fester Boden erreicht wird.

Im Erdaushub von der Baustelle Beethovenschule sind am Freitagmorgen, 27.Mai, vier Phosphorbomben, die vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammen, gefunden worden. Entdeckt wurden die Bomben auf dem Gelände einer Frankfurter Entsorgungsfirma im Osthafen als Arbeiter dort das Material von einem LKW abluden. Der Aushub ist vermutlich Schutt, mit dem die Vertiefungen auf dem Gelände, das einst wohl auch als Feuerlöschteich diente, verfüllt wurden.

Genutzt wurden nach dem Zweiten Weltkrieg dafür oft die Trümmer zerbombter Häuser. Dieses Material ist deshalb meist mit Metall und Kabelresten durchmischt. Der Einsatz von Detektoren, um Bomben aufzuspüren, ist deshalb schwierig.

Die Offenbacher Beethovenschule, eine Grundschule im Westen der Stadt, wird derzeit abgerissen und neu gebaut, da ihre Schäden nicht mehr mit einem vernünftigen Aufwand zu sanieren sind. Mit den Arbeiten ist im Rahmen eines ÖPP-Verfahrens die Firma Hochtief beauftragt. Die Stadt Offenbach hat dem Unternehmen Hochtief im Vorfeld alle Unterlagen zur Verfügung gestellt, ausdrücklich auch die Stellungnahme des beim Darmstädter Regierungspräsidenten angesiedelten Kampfmittelräumdiestes, der explizit darauf hingewiesen hat, dass sich das Grundstück in einem ehemaligen Bombenabwurfgebiet befindet.

Hochtief beauftragte im Vorfeld der weiteren Planungen eine Fachfirma für Kampfmittelräumung mit der Untersuchung des Geländes. Es wurden keine Hinweise auf Bomben gefunden.

Die Bomben sind mittlerweile entschärft. Die Baustelle an der Beethovenschule musste kurzfristig gesperrt werden. Die weiteren Aushubarbeiten werden durch die Firma für Kampfmittelräumung lückenlos kontrolliert.