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12. August 2011: „Eine wunderbare Sache“ nennt Jürgen Amberger, Leiter der Wirtschaftsförderung, die Privatinitiative des Gewerbevereins Offenbach zur Aufwertung der Innenstadt. Schließlich prägt diese auch den ersten Eindruck potentieller Investoren und Neubürger mit. Gemeinsam mit den Eigentümern innerstädtischer Geschäfte hat der Treffpunkt e.V. das BID-Projekt „Karree Offenbach“ ins Leben gerufen.

Rund vier Jahre sind von der ersten Idee bis zum ausgereiften Konzept vergangen. Seit 2007 haben die Initiatoren rund um Christiana Baudach Ideen entwickelt und Überzeugungsarbeit geleistet. Auch wenn die Innenstadt seit Eröffnung des KOMM ein Besucherplus verzeichnet, „das Handlungsbedarf besteht, war allen Beteiligten klar. Aber nicht jeder Eigentümer war sofort für das Konzept zu gewinnen“, berichtet die Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof, die zugleich auch den Vorsitz des Gewerbevereins Treffpunkt e.V. innehat.

Rund 100 Grundstückseigentümer tragen die aus den USA stammende Idee des „Business Development District“ (BID) jetzt mit, das auf Grundlage des Hessischen Gesetzes zur Stärkung innerstädtischer Geschäftsquartiere „INGE“, unter dem Namen „Karree Offenbach“ die Attraktivität der Einkaufsstraßen zwischen Frankfurter Straße, Aliceplatz, Herrnstraße und Großer Marktstraße steigern möchte. Je nach Größe der Immobilie leisten die Eigentümer über die Dauer von fünf Jahren einen Beitrag zum Gesamtbudget. Rund 100.000 EURO sollen dann bis 2015 jährlich in die Aufwertung der Offenbacher Innenstadt investiert werden. Dies sei, so Baudach, auch ein wichtiges Bekenntnis zum Standort Offenbach: „Die Eigentümer haben verstanden, dass dies langfristig auch zur Aufwertung ihrer Immobilien beiträgt.“
Gemeinsam wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, als dessen Flagschiff die eigens konzipierte Internetpräsenz gelten darf: unter www.karree-offenbach.de listet die Seite übersichtlich das Gesamtangebot der Initiative aber auch darüber hinaus auf. Denn die Attraktivität einer Innenstadt wird heute nicht mehr nur mit dem ansprechenden und interessanten Einkaufsangebot verbunden. Daher gibt es zahlreiche Aktionen, die Brücken in die Stadt schlagen: so stellt sich das Karree Offenbach mit eigenen Leuchten beim Lichterfest vor, zudem werden am 12. August neue Lichtkonzepte in der Innenstadt präsentiert. Im Rahmen des Architektursommers gibt es ein Innenstadt-Quiz in insgesamt 15 Schaufenstern, ein Bauwettbewerb lädt Kinder zwischen vier und 14 Jahren zur Großbausteinstelle im KOMM ein und an insgesamt vier Abenden finden Lesungen dort „wo Wörter wohnen“ statt. Veranstaltungen, Stadtkonzepte, Informationen zum Karree und den beteiligten Partnern – wer virtuell einen attraktiven Zugang zur Offenbacher Innenstadt sucht, ist hier richtig. Entworfen und konzipiert hat die Internetpräsenz die Offenbacher Gestaltungsagentur unikat-wertvoll. Von der Agentur stammt auch das neue Logo, das, so Agenturmitarbeiterin Katja Röder, „durch die Farbgebung auch die Vielfalt Offenbachs abbilden soll.“ Die Idee des gedrehten Grundrasters der das BID-Gebiet umfassenden Straßenzüge überzeugte auch die dreizehn Mitglieder der Lenkungsgruppe des Treffpunkt e.V.
Insgesamt 23 BID´s gibt es bundesweit, lediglich sechs sind es in Hessen. Davon allein vier in Gießen, eine in Baunatal und jetzt eine in Offenbach. Dazu passt, dass Offenbach unlängst bei dem Wettbewerb „Ab in die Mitte“ gewonnen hat und die gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt entwickelten Projekte nun in den Architektursommer eingebunden werden.
Fassadengestaltung, Lichtkonzepte und auch die Sympathiefigur Herr Karree – die Initiatoren des „Karree Offenbach“ haben noch viele Ideen in der Schublade. Aktuell wird noch an der ersten Ausgabe des „Best OF“-Magazins gefeilt, das in Kooperation mit der Offenbach-Post erstmals am 30.September erscheinen soll. Lust auf Offenbach und die Innenstadt soll die hochwertig produzierte Publikation mit Berichten über den Standort, nicht nur über den Einzelhandel machen, so Baudach. Schließlich verfüge Offenbach über viele attraktive Angebote, nicht nur in der Innenstadt.