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Die Stadt Offenbach hat die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 633 „Wohngebiet östlich der Siemensstraße“ vorläufig ausgesetzt. Die Deutsche Reihenhaus AG wollte auf dem ehemaligen „Tackgelände“ zwischen Siemens- und Daimlerstraße Eigenheime bauen.

Die Entscheidung ist Ergebnis einer gutachterlichen Untersuchung der Geruchsemissionen. Nach einer Ausbreitungsberechnung würden die Richtwerte der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) in dem zukünftigen Wohngebiet überschritten. Bauliche Maßnahmen bei den emittierenden Betrieben -insgesamt wurden sechs Firmen begutachtet- zur Reduzierung der Immissionswerte sind mit hohen Kosten verbunden. Die notwendigen Maßnahmen können auch nicht im Bebauungsplanverfahren den Unternehmen zur Auflage gemacht werden.

Die Entscheidung den B-Plan auszusetzen, wurde nach der Anhörung der sogenannten Träger öffentlicher Belange getroffen. Während dieses Verfahrens werden die Fachebenen von Land und Regierungspräsidium um Stellungnahmen gebeten. Außerdem hat die Stadt Ende 2009 neben der Lärmschutzexpertise weitere Gutachten eingeholt.

Das frühere Gewerbeareal liegt seit Jahren brach. Es wird zunächst keiner neuen Nutzung in Form von Wohnbebauung zugeführt werden können. Künftige Änderungen in diesem Bereich sind möglich, beispielsweise nach einer Verlagerung von Mercedes Benz oder des ESO Betriebshofes. Die Stadt Offenbach favorisiert hier weiterhin Wohnungsbau, da das Gelände in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof Offenbach-Ost, zur Innenstadt und zu den Naherholungsgebieten im Süden liegt.