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Ergänzende Informationen im Nachgang zum gestrigen Pressetermin.

Das sechsköpfige Team der Wirtschaftsförderung hat die Bedürfnisse der ansässigen Unternehmer im Blick und ein offenes Ohr für Investoren und Existenzgründer. Rund 490.000 EURO investiert die Stadt Offenbach in die Wirtschaftsförderung. Eine freiwillige Leistung, auf die es keinen Rechtsanspruch gibt, auf die eine Stadt aber auch nur schwer verzichten kann: „Wir sind eine Großstadt und müssen uns auch am Markt behaupten können, “ meint Oberbürgermeister Horst Schneider.

Rund 70 Neuansiedlungen sind in den letzten zwölf Monaten durch die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung zustande gekommen, 400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Unter ihnen das Holzland Becker das mit rund 80 Arbeitsplätzen den Verlust des Honda Deutschland Verteilerzentrums in der Waldstraße kompensiert. Honda hat im Zuge interner Umstrukturierungsmaßnahmen das Verteilzentrum nach Osteuropa verlegt und zieht mit dem Auto- und Motorradverkauf von der Sprendlinger Landstraße auf die Hanauer Landstraße in Frankfurt. In Offenbach verbleiben allerdings die Bereiche Research und Development sowie das Institute. Das Firmengelände in der Sprendlinger Landstraße ist bereits stark nachgefragt und der Leiter der Wirtschaftförderung Jürgen Amberger ist zuversichtlich, dass die Fläche nicht lange leer stehen wird.
Neu in Offenbach ist beispielsweise auch der medizinische Dienst der Krankenversicherungen Hessen. Dieser hat im ehemaligen Goldpfeil-Gebäude mit 30 Mitarbeitern Quartier bezogen. Und Hyundai Europe holt im kommenden Jahr auch die Deutschlandzentrale an den Kaiserlei-Kreisel nach Offenbach.
Nachdem mit der Insolvenz der man Roland AG Ende 2011 1.700 Plätze in der Produktion wegfielen, von denen durch die Übernahme der britischen Langley-Group 900 Arbeitsplätze erhalten werden konnten und im Dienstleistungsbereich ein Anstieg zu verzeichnen ist, stimmt der Ausblick auf 2013 positiv.

Citymanagement / Wilhelmsplatz

Neueröffnungen und Geschäftsnachfolgen bei inhabergeführten Läden, wie in der Boutique „Ly Stühler“ in der Frankfurter Straße, haben die Attraktivität der Innenstadt erhalten beziehungsweise noch erhöht. So hat die im Januar eröffnete Rossmann-Filiale in der Großen Marktstraße die Lücke, die das Kino hinterlassen hatte, gut gefüllt und die Räume der ehemaligen Punkt-Apotheke standen nicht lange leer: hier hat „Blumen König“ eine Filiale eröffnet. Auch am Wilhelmsplatz gibt es Neuansiedlungen zu verzeichnen: das Kaffeehaus „Café Stäabche“ bietet frische Kuchen und Torten und rundet das bestehende gastronomische Angebot am Platz perfekt ab, meint auch Citymanagerin Birgitt Möbus. Ebenfalls neu ist „4Zimmer & Garten“: in der ehemaligen Ladenfläche des Blumenladen „Millefiori“ gibt es nun ausgewählte Dekoartikel und schöne Dinge für Zuhause.

Kreativstandort Offenbach

Das Label „LIKE Offenbach“ ist inzwischen schon weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, das Team um Loimi Brautmann erhielt 2011 die Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten 2011“, die innovative Geschäftsideen prämiert. Dies ist nur ein Beispiel für ein weiteres wichtiges Feld: die Kreativwirtschaft mit Werbe- und PR-Agenturen, Musikern, Werbefilmern , Animationsstudios, Künstlern, aber auch Ingenieurbüros. Schätzungsweise rund 5.000 bis 6.000 Menschen sind in dieser Branche tätig, oftmals als Freelancer, der Anteil der sozialversicherspflichtig Beschäftigten beträgt laut Amberger knapp 4.000 Personen. Eine besondere Spezie, die entsprechend angesprochen werden will: mit der Seite www.start-of.de ging unlängst eine eigene virtuelle Heimat für Kreative und Start-ups online. Die Seite sei bewusst interaktiv angelegt und informiert über Akteure, Hot Spots, Veranstaltungen und vieles mehr, erläutert Ria Baumann, die sich federführend um die Kreativwirtschaft in der Stadt kümmert. Neben der neuen Plattform füllen aber auch zahlreiche Veranstaltungen und Partnerschaften die Marke „Kreativstadt Offenbach“ mit Leben. So ist beispielsweise das Sommerfest im Ostpol als fester Termin etabliert, die TEDex, ein nationaler ThinkTank zu zukünftigen Ideen und Entwicklungen findet inzwischen regelmäßig im Capitol statt und die LICHTER Filmtagen waren erstmals in diesem Jahr auch in Offenbach vertreten. „Hier ist viel in Bewegung gekommen und wir gehen davon aus, dass auch unsere Mitgliedschaft im DDC Deutschen Designer Club noch weitere Kreise ziehen wird“, so Baumann weiter. Denn dieser stellte nicht nur die prämierten Arbeiten des Wettbewerbs im Klingspor-Museum aus, sondern lud Ende November auch zur Preisverleihung ins Capitol.

Aktivitäten der Wirtschaftsförderung

Ob mit eigenen Veranstaltungen oder mit Kooperationen: rund 2.000 Firmenkontakte generiert die Wirtschaftsförderung im Jahr aus denen manchmal Neuansiedlungen werden. „Natürlich“, gesteht Amberger ein, „entwickelt sich nicht aus jedem Kontakt eine Geschäftsbeziehung. Aber es ist wichtig im Gespräch zu bleiben und wir konnten schon manch einen vom Standort Offenbach überzeugen.“
Ob Flächen gesucht werden oder auch, wenn mal mit einer Genehmigung `hakt´: das sechsköpfige Team der Wirtschaftsförderung kümmert sich und holt bei Problemen auch gerne alle Beteiligten an einen Tisch: „Wir arbeiten lösungsorientiert und wollen nicht, dass uns jemand verlorengeht.“ So helfe oftmals auch der berühmte kurze Dienstweg, darüber hinaus verfüge man über eine hohe Kontaktdichte, so Amberger weiter. Gerade vor kurzem habe dies beispielsweise geholfen, einem Unternehmen, das größere Flächen suchte, ein Objekt fünf Häuser weiter zu vermitteln und so den Wegzug zu verhindern.