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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Pressetermin am 29. Juni nicht anwesend sein konnten.

Einen Tag früher als geplant waren die Bauarbeiten am Sparda-Bank-Hessen-Stadion auf dem Bieberer Berg abgeschlossen: Die Stadiongesellschaft Bieberer Berg mbH Offenbach präsentierte am Freitag, 29. Juni, etwa 300 geladenen Gästen den fertigen Neubau.

Strahlender Sonnenschein begleitete das besondere Ereignis, auf das viele Fans, der OFC und die Mitwirkenden lange gewartet haben. Fünf Jahre Vorbereitungszeit waren nötig, um das alte Stadion an der Bieberer Straße in eine moderne Spiel- und Veranstaltungsstätte zu verwandeln.

„Heute ist es an uns, Danke zu sagen“, begann Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) seine Eröffnungsansprache. „Heute können wir das präsentieren, woran wir in den vergangenen 20 Monaten gearbeitet haben.“
Mit einem Zeitraffer-Video ließen die Gastgeber Revue passieren, was sich in dieser Zeit auf dem Bieberer Berg verändert hat. 533 Tage nach der Vorstellung der Pläne für den Neubau in der Stadthalle Offenbach steht nun das fertige Stadion wie geplant an seinem Platz. Während des Spielbetriebs hat der Totalübernehmer Bremer AG die vier einzelnen Tribünen, die aus Betonfertigteilen bestehen, aufgebaut. Nun bietet das Sparda-Bank-Hessen-Stadion Platz für 20.500 Zuschauer, einen rot verklinkerten Verwaltungstrakt, einen großzügigen Businessbereich, zehn Logen und eine attraktive Ladengalerie.

Sichtlich beeindruckt ließen die Gäste ihre Blicke über Rasen und Tribünen schweifen. Auch Oberbürgermeister Horst Schneider berichtete: „Ich muss mich immer wieder kneifen und realisieren, dass wir jetzt tatsächlich ein neues Stadion haben.“
In einer Gesprächsrunde, moderiert von Sportredakteur Jochen Koch, kamen die Hauptakteure des Stadionbaus zu Wort, erinnerten sich an die Anfänge der Idee eines Neubaus, die Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt, die Zweifel und ungläubigen Reaktionen, die vielfältige Unterstützung, die Zusammenarbeit mit den Fans und die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens. „Wenn man sieht, was heute hier steht, erlebt man einen Genuss-Moment“, sagte Thomas Kalt, Geschäftsführer der OFC Profisport GmbH, die Hauptmieter des Stadions ist. Ohne das neue Stadion hätte der OFC bei einem Aufstieg in die zweite Fußball-Bundesliga die Spiele auf dem Bieberer Berg nicht bewältigen können. Mit dem Neubau sieht Kalt den Verein mit klaren Wettbewerbsvorteilen im Falle eines Aufstiegs. Bis es soweit ist, freuen sich Thomas Kalt und die erste Mannschaft der Offenbacher Kickers über die verbesserten Bedingungen und die komfortablere Situation für Fans und Gäste.

Heinrich Hillebrand und Heinz Hölscher von der Bremer AG blicken ebenfalls zufrieden auf die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Verein und der SOH zurück. Der Bau in Offenbach sei das größte Stadionbau-Projekt der Firma. „Wir sind in der ersten Bundesliga des Stadion-Baus angekommen“, so Hillebrand.

Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen eG, zeigte sich anlässlich der Fertigstellung begeistert: „Wir freuen uns, Teil einer großen Gemeinschaft geworden zu sein – als Namensgeber der Sportstätte, TopPartner einer tollen Mannschaft und Betreiber einer Bankfiliale vor Ort.“ Er und seine Familie seien seit dem ersten Heimspiel-Besuch auf dem Bieberer Berg „infiziert“, verriet er den Gästen, die auf den Sitzen der Haupttribüne der Gesprächsrunde lauschten und im Anschluss einen Zusammenschnitt des „Bergreports“, der die Bauphase dokumentiert, verfolgten.

Anstelle eines Anstoßes im Mittelkreis des Spielfeldes legten Oberbürgermeister Horst Schneider, Heinz Hölscher und Heinrich Hillebrand von der Bremer AG, Thomas Kalt vom OFC, Peter Walther, Geschäftsführer der SOH und der SBB, Betriebsleiter Andreas Herzog sowie Jürgen Weber von der Sparda-Bank zu den Klängen der OFC-Hymne „Forever OFC“ ein überdimensional großes Puzzle auf dem Rasen unterhalb der Haupttribüne zusammen, das die gute Zusammenarbeit symbolisieren sollte.

Mit dem Stadionbau haben sich Fans, Verein und die Stadt einen lang gehegten und gut vorbereiteten Traum erfüllt. Im neuen Sparda-Bank-Hessen-Stadion können in Zukunft Heimspiele des OFC auf 10.500 Sitz- und 10.000 Stehplätzen verfolgt werden. Die Haupttribüne beherbergt 800 Businesplätze sowie 120 Plätze in den zehn Logen. Elf gastronomische Einheiten versorgen die Besucher mit Speisen und Getränken, das Flutlicht kommt von der auf dem Dach integrierten Flutlichtanlage. Bauliche Besonderheiten sind der verklinkerte Verwaltungstrakt, die Gegentribüne, die eine reine Stehplatz-Tribüne ist, sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Als innenarchitektonische Besonderheit wurden Leuchten aus dem alten Fluchtlichtmast als moderne Lampen inszeniert und in dem Treppenhaus der Haupttribüne platziert. Wie gewünscht begegnen sich auf dem Bieberer Berg nun Tradition und Moderne.

In Zukunft soll das Sparda-Bank-Hessen-Stadion nicht nur als Spielstätte dienen, sondern auch für Veranstaltungen jeglicher Art genutzt werden.

Mit der Partie der Offenbacher Kickers gegen Bayer Leverkusen am 18. Juli 2012 erlebt das fertig gestellte Stadion dann seine sportliche Taufe.

Die filmische Dokumentation des Neubaus „Bergreport“ von Loimi Brautmann und David Sarno ist ab sofort in der Geschäftsstelle der Offenbach-Post käuflich zu erwerben.