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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am gestrigen Pressetermin nicht teilnehmen konnten.

Die Verbesserung der Verkehrssituation rund um den Kaiserlei-Kreisel nimmt weiter Fahrt auf: Eine Verwaltungsvereinbarung zum Umbau der Anschlussstelle Offenbach-Kaiserlei (A 661) unterzeichnete Oberbürgermeister Horst Schneider am 12. Juni 2012 gemeinsam mit Alexander Pilz, Regionaler Bevollmächtigter Rhein-Main von „Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement“, als Vertreter des Landes Hessen. Die Planungsleistungen für den Umbau werden noch dieses Jahr europaweit ausgeschrieben, 2014 beginnen dann die Bauarbeiten.

„Die Leistungsfähigkeit des Kaiserlei-Kreisels in Offenbach ist an seine Grenzen gestoßen und bedarf dringend einer Lösung, die wir jetzt präsentieren können“, sagte der hessische Verkehrsstaatssekretär Steffen Saebisch in Offenbach. Die nun unterschriebene Vereinbarung sei ein Beispiel für „gute Kooperation über Grenzen hinweg“. Sie regelt die Aufgabenverteilung beim zu erstellenden Bauentwurf und bringt das formale Bewilligungsverfahren auf den Weg. Diese enge Abstimmung unter Federführung der Stadt beschleunigt und vereinfacht den gesamten Prozess.

Auch Schneider freute sich, dass der Umbau der überlasteten Verkehrs-Schnittstelle mitten in der Metropolregion Rhein-Main „die nächste Legitimationsstufe erreicht hat“. Der OB wies auf den voranschreitenden Neubau für die Europäische Zentralbank (EZB) im Frankfurter Ostend hin. Rund 65.000 Autos passieren derzeit pro Tag den Kaiserlei-Kreisel – bis 2020 wird, unter anderem durch die verkehrstechnische Anbindung der EZB, eine Steigerung auf 79.000 Kraftfahrzeuge prognostiziert. „Der leistungsfähige Umbau des Knotenpunkts garantiert, dass alle Pendler und Nutzer der Anschlussstelle nach erfolgreichem Abschluss der Bauarbeiten schneller zum Ziel kommen werden“, erklärte Saebisch.

Die Stadt Offenbach führt die Baumaßnahme in Abstimmung mit dem Land Hessen, vertreten durch Hessen Mobil als Auftragsverwaltung für die Bundesrepublik Deutschland, durch. Für das Gesamtprojekt – einschließlich aller Umbau- und städtebaulichen Maßnahmen sowie der Planungskosten – ist ein Investitionsvolumen in Höhe von insgesamt rund 26 Millionen Euro erforderlich. Allein die Arbeiten an den Autobahnrampen (Anschlussstelle Offenbach-Kaiserlei) kosten ca. 14 Mio.Euro.

Die zu erwartenden Zuwendungen vom Land Hessen liegen bei 10,82 Mio € nach dem Gemeindeverkehrsfördergesetz (GVFG) und weiteren 1,153 Mio. € nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG). Der Bund hat einen Kostenanteil von 5,841 Mio. € zugesagt, und die Finanzierungsbeteiligung der Stadt Frankfurt liegt, laut einem im Februar unterzeichneten „letter of intent“, bei 8,775 Mio. €. Auf Basis dieses Finanzierungsmodells hatte der Magistrat Anfang Juni einen Grundsatzbeschluss zum Umbau des Kaiserleikreisels gefasst. „Ziel der jetzt getroffenen Vereinbarung ist es, eine Punktlandung bei den Kosten zu erreichen“, betonte Saebisch.

Folgende einzelne Maßnahmen gehören zu der Verwaltungsvereinbarung: Der Kaiserlei-Kreisel wird vollständig zurückgebaut. Der Verkehr aus Frankfurt auf die Autobahn A 661 wird von dem Verkehr in Richtung Offenbach getrennt. Die Berliner Straße wird künftig separat unter der A 661 geführt. Die neue Lösung bringt einen Kapazitätszuwachs von rund 20 Prozent gegenüber der heutigen Verkehrsführung.

„Damit wird der ohnehin gute Standort Kaiserlei schon jetzt noch attraktiver“, sagte OB Schneider. So ziehe Hyundai ebenso an den Kreisel wie Mercedes Benz mit einer neuen Niederlassung. Diese wachsende Nachfrage an Flächen - und damit auch an Wohnungen für Unternehmensmitarbeiter - sei wichtig für die gesamte Stadtentwicklung in Offenbach.

Weitere Informationen rund um den Umbau des Kaiserlei-Kreisels und einen Film zur Verkehrsplanung finden sich im Internet unter www.offenbach.de im Bereich Planen, Bauen & Wohnen.