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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am heutigen Pressetermin nicht teilnehmen können.

Das Internet-Portal ist für die Stadt Offenbach ein zentrales Medium des öffentlichen Dialogs und der Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern. Nun hat die Offenbacher Stadtinformation GmbH (OSG) als Betreiberin des Internet-Portals gemeinsam mit dem Ordnungsamt den Mängelmelder gestartet. Er bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, online oder mobil via Smartphone zu melden, was sie stört - sei es ein wilder Sperrmüllhaufen, ein unschönes Graffito oder eine verdreckte Grünanlage. Der neue Mängelmelder ist Bestandteil der Initiative "Besser leben in Offenbach", die unter dem Motto "Gib acht auf Offenbach" auch Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung aufruft.

Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß begrüßt die Einführung des Mängelmelders: "Er eröffnet den Menschen in unserer Stadt einen zusätzlichen Weg, jederzeit mit der Verwaltung und den städtischen Dienstleistern in Kontakt zu treten. Und der Mängelmelder hat auch eine symbolische Bedeutung. Er zeigt: Ich muss mich nicht mit alltäglichen Ärgernissen abfinden. Ich kann helfen, sie aus der Welt zu schaffen."

Ein intaktes Lebensumfeld trägt erheblich zur Lebensqualität bei. Aus dieser Überzeugung heraus starteten die Stadt Offenbach und die Stadtwerke Offenbach Holding im Herbst 2007 die Kampagne "Besser leben in Offenbach", die mit dem Gebiet südlich des Hauptbahnhofs 2011 bereits auf das fünfte Quartier ausgedehnt wurde.

Unter www.offenbach.de/maengelmelder/ finden Nutzerinnen und Nutzer das neue Online-Formular, um Schäden im öffentlichen Raum, Verschmutzungen oder illegale Müllablagerungen sowie Mängel an öffentlichen Grünflächen oder Spielplätzen zu melden. Eine Registrierung ist dazu nicht notwendig. Sie empfiehlt sich aber für alle, die häufiger Meldungen abgeben oder den Status ihrer Meldungen gesammelt abrufen möchten. Auf Wunsch erhält der Absender eine Rückmeldung, sofern er seine E-Mail-Adresse angegeben hat. Die Internet-Projektleitung setzt für den Mängelmelder den neuen Online-Stadtplan ein, der seit Ende Januar 2012 in Betrieb ist. Er ermöglicht es, die Störung sehr genau zu lokalisieren. Stadtplan-Markierungen in den Ampelfarben zeigen, was gemeldet (rot), was in Arbeit (gelb) und was bereits erledigt (grün) ist. Auch Fotos können hochgeladen werden. Interessierte finden auf der Internetseite außerdem Hinweise, wo die Mängelmelder-App heruntergeladen werden kann, mit deren Hilfe die Meldung direkt vor Ort erfolgen kann.

Der Mängelmelder ist eine Entwicklung der Firma "Wer denkt was" GmbH, eine Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt. Ihr Schwerpunkt sind Online-Lösungen für mehr Bürgerbeteiligung. Die Firma sortiert eingehende Meldungen vor und leitet alle seriösen Anliegen an das Offenbacher Ordnungsamt weiter. Das Ordnungsamt ist die Koordinierungsstelle des städtischen Beschwerdemanagements. Innerhalb eines Werktages, so das Service-Versprechen der Stadt, werden eingehende Mängelmeldungen an die zuständige Fachstelle weitergegeben, die schnellstmöglich für Abhilfe sorgt.

Matthias Müller, Presseamtsleiter und Projektleiter des Internetportals, betrachtet den Mängelmelder als erste Stufe einer umfangreichen Online-Gestaltungsplattform, die Bürgerinnen und Bürgern anzeigt, was in ihrem Umfeld an städtischen Bauvorhaben und Projekten läuft und Ihnen die Möglichkeit der Mitsprache einräumt. "Wir möchten auf dem Stadtplan veranschaulichen, was parlamentarisch beschlossen ist und Bürgerinnen und Bürgern schon im Planungsstadium die Gelegenheit zur Mitgestaltung geben."

Dass Bürgerinnen und Bürger vielfach Verantwortung für ein funktionierendes Gemeinwesen übernehmen, zeigt das städtische Beschwerdemanagement, das in seiner heutigen Form seit 2004 besteht. Jährlich registriert das Ordnungsamt etwa 3500 Meldungen zu allen öffentlichen Belangen. Ebenso viele Anliegen werden direkt an die ESO Dienstleistungsgesellschaft gemeldet, die in Offenbach für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Grünpflege zuständig ist. Die mit Abstand meisten Beschwerden gehen per Telefon ein. 2011 waren es 3441. Viele Bürgerinnen und Bürger werden auch persönlich vorstellig - zum Beispiel in der Stadtwache oder im Ordnungsamt. Das war 2011 in 711 Fällen der Fall. Rund 500 Anliegen wurden per Post oder E-Mail vorgetragen.

Mit dem Mängelmelder gibt es nun ein weiteres Medium, um auch außerhalb der regulären Dienstzeiten schnell ein Anliegen loszuwerden. OSG und Ordnungsamt haben dafür gemeinsam rund 6000 Euro aufgewendet. Die laufenden Betriebsgebühren übernimmt die Initiative "Besser leben in Offenbach".


Teilnehmer/innen der PK

Paul-Gerhard Weiß, Ordnungsdezernent
Matthias Müller, Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Projektleiter Internet
Peter Weigand, Leiter des Ordnungsamtes und Koordinator des städt. Beschwerdemanagements
Sabine Süßmann, Projektleiterin „Besser leben in Offenbach“
Simone Kaucher-Quade, Online-Redakteurin
Robert Lokaiczyk, Geschäftsführer von “wer denkt was“ GmbH, Darmstadt