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„Leicht faulig“ riechen die beiden Teiche in der Tempelsee-Anlage seit Längerem. Das Amt für Stadtplanung und Baumanagement ist den Hinweisen der Bürger nachgegangen und hat nach einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Planungsbüro BGS Umwelt in Darmstadt Maßnahmen zur Sanierung des Gewässers erstellt.

Stark verlaubt und verschlammt seien die beiden Teiche im Moment und die einzige Fischart, die die geringe Sauerstoffkonzentration des Wassers toleriert und ohnehin „bemerkenswert anspruchslos “ ist, sei der Giebel, erklärt Sigrid Pietzsch vom Referat für Stadtgestaltung. Der Giebel wird durchschnittlich 25 bis 30 Zentimeter groß und kann maximal 1,5 bis 2 Kilogramm Körpergewicht erreichen.
Ein Gewässerökologe hat ein Gutachten über den Zustand der Gehölze um den Teich, Wasserpflanzen, Nährstoffe, Wasserqualität und Schlammvolumen erstellt, das dem nun vorgestellten Pflege- und Handlungskonzept zugrunde liegt.
Der Laubabwurf der umstehenden Bäume sowie Ablagerungen aus mineralischen und organischen Substanzen haben in den letzten Jahren zu einer starken Verschlammung der Teiche geführt. Teilweise nur noch 50 Zentimeter sei die freie Wasserfläche hoch gewesen, fügt Pietzsch hinzu.
Für die Sanierung und Wiederherstellung eines ökologisch wertvollen Lebensraumes für Tiere und Pflanzen, der auch für Bürger wieder eine Aufenthaltsqualität haben soll, stehen jetzt rund 240.000 EURO zur Verfügung. Im Frühjahr 2012 werden die beiden Teiche ausgebaggert und entschlammt. Weiterführende ökologische Maßnahmen im Sinne eines Gesamtkonzeptes sind in einem zweiten Schritt geplant.
Bevor das ganze Wasser der Teiche abgepumpt und der Schlamm ausgehoben wird, werden die verbliebenen Giebel vom Angelsportverein „Neptun“ 1934 e.V. abgefischt.