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Ergänzende Informationen im Nachgang zum Pressetermin am 25. Februar 2013.

Die Pläne zur Revitalisierung der gut 3,2 Hektar großen Industriebrache, die der Druckmaschinenhersteller MAN-Roland nach Aufgabe seines Werks 2004 in der Senefelder Straße hinterlassen hat, liegen seit 2007 in der Schublade. Lange wurde verhandelt, jetzt ist der Grundstücksverkauf unter Dach und Fach: rund 8.200 Quadratmeter hat die Frankfurter ABG Holding vom früheren Eigentümer MAN Roland erworben und will bis Ende 2015 dort insgesamt 168 Wohnungen im Passivhausstandard errichten. Mit dem Bau soll im Sommer 2014 begonnen werden, vorher wird die Maschinenhalle abgerissen. Außerdem sind die Alteigentümer zur Dekontaminierung der Fläche verpflichtet.

Für das Frankfurter Unternehmen nicht das erste Bauprojekt in der Nachbarstadt: als einer der ersten Investoren sicherte sich die ABG Holding Grundstücke auf der Hafeninsel und realisiert dort die „Mainzeile“ mit 178 freifinanzierten Wohnungen im Passivhausstandard. Im November wurde Richtfest gefeiert, die Musterwohnung ist bald fertig und bereits im Spätsommer sollen die ersten Mieter einziehen.
„Termine in Offenbach werden langsam zur Gewohnheit“, meinte der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Peter Feldmann beim Ortstermin auf dem MAN-Gelände und lobte die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Offenbach. Nicht zuletzt: „bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt ist knapp und auch wenn noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und insgesamt rund 2 Millionen Quadratmeter leerstehender Büroraum eine Einladung zur Umwandlung darstellen“, so Feldmann weiter, ohne den Schulterschluss mit der Region könne die 700.000 Einwohner Metropole das Problem nicht lösen. „Wir haben den zweithöchsten Mietspiegel in der Republik und haben die Mittel für den Wohnungsbau jetzt schon von 100 Millionen auf 200 Millionen verdoppelt.“ Während es 1995 noch 53.000 öffentlich geförderte Wohnungen in Frankfurt gegeben habe, liege deren Anteil jetzt bei 30.000. Langfristig wünsche er sich daher eine Erhöhung des Anteils von preiswerten und mittelpreisigen Wohnungen auf 50 Prozent, so Feldmann weiter.

Dass die Investitionen nicht auf das Stadtgebiet beschränkt ist, beweist jetzt das zweite Bauprojekt der Frankfurter in Offenbach: rund 37 Millionen investiert die ABG Holding an der Christian-Pleß-Straße, für deren Geschäftsführer Frank Junker auch ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung des Quartiers: „Auch wenn 50 der insgesamt 168 Wohnungen gefördert sind, werden wir bei der Auswahl der Mieter auf eine gesunde soziale Mischung achten“, verspricht Junker. Mieten zwischen 5,20 EURO (geförderter Wohnraum) und 9,00 EURO pro Quadratmeter (preisfreie Wohnungen), die Bauweise im Passivhausstandard, die klar strukturierte Architektur sowie die weitere Ausgestaltung des Areals mit Grünflächen, Nahversorgung und einem Kindergarten werden Signalwirkung haben, ist sich auch Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider sicher: „Wir haben vor 6 Jahren mit dem Prozess begonnen und schon 2007 einen städtebaulichen Wettbewerb zur Entwicklung des Areals ausgelobt. Mit dem Investment der ABG Holding kann das gesamte Quartier zukunftsfähig und insbesondere für Familien attraktiver werden.“

BU: Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Peter Feldmann mit seinem Offenbacher Amtskollegen Horst Schneider und Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Holding in der ehemaligen Produktionshalle des Druckmaschinenherstellers MAN Roland im Senefelder Quartier.