Sprungmarken
Suche
Suche

Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Pressetermin, 10. Dezember 2013, nicht teilnehmen konnten.

„Offenbach ist auf einem guten Weg“, sind sich Oberbürgermeister Horst Schneider und Wirtschaftsförderer Jürgen Amberger einig: Schließlich wurden in den letzten Monaten zahlreiche Wohnungsbauprojekte angestoßen und auch auf dem Markt für Büro-, Lager- und Gewerbeflächen ist einiges in Bewegung: “In diesem Jahr ist die Leerstandquote für Büroflächen um 0,26 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 11,07 Prozent“, erläutert der Leiter der Wirtschaftsförderung bei der Vorstellung des aktuellen Flächenreports.

Dieser weist rund 142.550 Quadratmeter freie Büroflächen aus, 2012 waren es noch 3.000 Quadratmeter mehr. „Die Bilanz für das laufende Jahr hätte sogar noch ein bisschen besser ausfallen können“, so Amberger, immerhin konnten 14 Etagen mit ca. 11.000 Quadratmetern im City-Tower an die Intercontinental Hotels Group (IHG) vermietet werden, die dort ab Frühjahr 2014 mit dem Umbau zu Hotelzimmern beginnt. Allerdings kamen durch den Wegzug der Firma Honda in der Jahreshälfte 7.500 Quadratmeter dazu. Während Amberger bei rund 50 bis 60 Prozent der freien Büroflächen Renovierungs- und Aufwertungsbedarf sieht, stehen damit an der Sprendlinger Landstraße gleich zwei höherwertige Objekte zur Verfügung, da zeitgleich ein weiteres Objekt teilweise renoviert wurde. Damit konnte sich der durchschnittliche Mietpreis für das Gebiet um 1,00 EURO steigern und liegt nun bei 6,50 EURO.

Ähnlich sieht es auch im Kaiserlei-Gebiet aus: hier hat der Bau der EZB und der neuen Mainbrücke bereits wichtige Impulse geliefert. So hat das leer stehende „Golden Tulip Hotel“ im Frühjahr den Besitzer gewechselt und soll 2014 unter dem Namen „New Century Hotel Frankfurt“ wiedereröffnet werden, für den ehemaligen Sitz des Deutschen Wetterdienstes gibt es neue Pläne und im Logic-Haus haben sich mehrere Musikproduktionen angesiedelt. Im Zuge dessen hofft Amberger auch auf neuen Wind für das ehemalige Honeywell-Gebäude. Dort stehen seit längerem 13.000 Quadratmeter leer.

Bereits jetzt gibt die Preisentwicklung Schneider und Amberger mit ihrer Einschätzung recht, so konnten die durchschnittlichen Mietpreise im Kaiserleigebiet in den letzten Monaten um 0,50 EURO zulegen, der Quadratmetermietpreis liegt aktuell bei 9,00 EURO. Günstiger hingegen sind derzeit Neuanmietungen in der Innenstadt: hier ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 8,50 auf 8.00 EURO gefallen. Auch in Bieber sind Flächen nun für 6,00 EURO statt wie 2012 für 6,50 EURO zu haben. Als Ursache hierfür nennt Amberger ein Objekt, das ursprünglich für 9,50 EURO an den Markt kam und letztlich für 8,00 EURO vermietet wurde.
Insgesamt jedoch sehen beide Offenbach gut aufgestellt: „Die Stadt kann sich in der Rhein-Main-Region gut behaupten“, bilanziert Oberbürgermeister und Planungsdezernent Horst Schneider. Zudem profitiere die Stadt von der gemeinsamen Vermarktung in der Frankfurt Rhein-Main-Marketing und sei mit Präsentationen auf der MIPIM oder der EXPO-Real auch „sonst gut unterwegs“.

Erfreulich nannte er zudem die Entscheidung der örtlichen IHK, die Angebote für Kreative und Existenzgründer offensiver zu vermarkten. Denn schließlich ist in diesem Bereich in den letzten Jahren viel angestoßen und umgesetzt worden. Orte wie der Gründerpol Ostpol oder auch die Neukonzeptionierung des ehemaligen IHK-Gebäudes in der Innenstadt, bei dem im Rahmen des Förderprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Idee, Wohnen, Leben und Arbeiten unter einem Dach realisiert wurde, sind dabei beispielhaft.

Das Förderprogramm für das Wohnbüro endet im kommenden Jahr, aber bereits jetzt zeichne sich ab, dass der Eigentümer Gefallen an dem Experiment gefunden habe, so Schneider: „Wir haben gute Erfahrungen gemacht, die man jetzt auch auf andere Gebäude übertragen kann.“ Dass langfristig leerstehende Büroflächen zu Wohnraum werden könnten, schließen Amberger und Schneider jedoch unisono aus. „Daher“, so Amberger, „geht es für uns weiter darum, Eigentümer zu Qualitätssteigerungen zu motivieren.“ Denn nicht die Leerstände an sich, sondern vielmehr der Zustand mancher Fläche erwiesen sich oftmals als Vermietungshindernis. Vieles sei schlicht nicht mehr state of the art. „Eine größere Auswahl guter Flächen wäre hilfreich“, so Amberger, „um weitere Gewerbetreibende und Produktionen nach Offenbach zu holen.“

Wer sich für den Standort interessiert, hat in der Wirtschaftsförderung den richtigen Ansprechpartner. Amberger und seine Mitarbeiter kennen die freien Büro-, Gewerbe- und Lagerflächen in der Stadt und unterstützen bei der Suche, aber auch bei der Realisierung neuer Projekte.