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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am gestrigen Pressetermin nicht teilnehmen konnten.

„Wenn es um Weiterbildungsfragen geht, ist man bei uns erst einmal an jeder Stelle richtig“, so Dr. Gabriele Botte, Leiterin der vhs Offenbach, die das Projekt Hessencampus in Offenbach maßgeblich vorangetrieben hat. 2007 startete das Land Hessen die Initiative, die Angebote der Volkshochschulen, Beruflichen Schulen und Schulen für Erwachsene besser zu vernetzen und zu koordinieren. In Offenbach sind die Theodor-Heuss-Schule und die Gewerbliche-Technische-Schule als Selbstständige Berufliche Schulen, das Stadtschulamt, das Staatliche Schulamt für den Landkreis Offenbach und die Stadt Offenbach sowie die Volkshochschule Offenbach am Projekt Hessencampus beteiligt. Mit der Unterzeichnung der regionalen Kooperationsvereinbarung wird diese jetzt bis 2016 im Regelbetrieb verstetigt.

„Hessenweit sind inzwischen 20 Regionen im Hessencampus organisiert, aber Offenbach hat eine echte Vorreiterrolle gespielt“, lobte Staatsministerin Nicola Beer bei der Unterzeichnung, so seien in Offenbach seit 2007 mit Sprachstanderhebungen, Blended Learning oder dem Selbstlernzentrum viele Bildungsdienstleistungen und Bildungsangebote entwickelt und erprobt worden: „Bildung hört nicht mit dem ersten Schulabschluss auf, lebenslanges Lernen entspricht den wirtschaftlichen Anforderungen unseres Landes und der demografischen Entwicklung.“
Allerdings fehlt vielen das Wissen über Anbieter und Angebote. Hier setzt die Initiative Hessencampus an, die Bildungswillige zum passenden Angebot bringt. Vor allem für Migranten, deren im Heimatland erworbene Qualifikation oftmals nicht anerkannt wird, bietet der Hessencampus die Chance, diese durch Sprachstanderhebungen und Weiterbildungen in Zertifikate zu gießen. Das Potential und die gleichzeitige Überforderung von Migranten bestätigt auch Heinrich Kößler, Leiter der Theodor-Heuss-Schule: „Für viele Migranten ist unser Bildungssystem schlicht unübersichtlich. Mit der Bildungsberatung gelingt es, Schulabbrecher und Verweigerer aufzufangen.“ Die Verstetigung des Hessencampus wird vom Land Hessen mit 50.000 EURO unterstützt, von der Stadt Offenbach kommen weitere 25.000 EURO. Damit ist der Kooperationsverbund der staatlich und kommunal geförderten Bildungsinstitutionen weiterhin sichergestellt. „Abschlüsse sind kulturelles Kapital“, weiß auch Stadtrat und Bildungsdezernent Dr. Felix Schwenke und ist froh, dass das Projekt Hessencampus jetzt bis 2016 gesichert ist. Auch vhs-Leiterin Botte freut sich über die Verstetigung, denn im Gegensatz zu den aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierten Weiterbildungsangeboten, die nur Beschäftigte oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte in kleinen oder mittleren Betrieben zulassen, „bietet der Hessencampus die große Chance alle umfassend zu beraten.“

Bildunterschrift:
Heinrich Kößler, Leiter der Theodor-Heuss-Schule, Dr. Felix Schwenke, Stadtrat und Bildungsdezernent, Nicola Beer, Staatsministerin, und Manfred Gütlein, Leiter der Gewerblich-Technischen-Schule, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.