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Seit 60 Jahren gehört das Klingspor Museum zum festen Bestandteil des Kulturbetriebs der Stadt Offenbach. Dieses Jubiläum soll im Herbst mit Veranstaltungen und einem Symposium gefeiert werden.

Mit der wertvollen wie einzigartigen Sammlung moderner Buchkunst des Schriftgießers und Bibliophilen Dr. Karl Klingspor nahm die Geschichte des Museums seinen Anfang. 1950 vermachte die Erbengemeinschaft Klingspors der Stadt Offenbach die 3000 Bände umfassende Privatbibliothek. Sie bildete den Grundstock für das 1953 eröffnete Museum. Diverse wertvolle Sammlungen und Einzelstücke sind seit dem hinzugekommen. So auch die Nachlässe der großen Schriftkünstler Rudolf Koch und Rudo Spemann. Bis heute umfasst die Sammlung des Hauses in der Herrnstraße Kalligraphie, Schriftproben, Illustrationen, Bucheinband, Künstlerbuch, Grafikdesign und Plakat. Eine Dauerausstellung gibt es nicht. Von Anfang an zeigte das Museum wechselnde Ausstellungen, die die Lebendigkeit des Schriftlichen und Schrift-Bildlichen sichtbar machen.

Internationale Bekanntheit
Mittlerweile ist das Klingspor Museum weit über die Grenzen Deutschlands bekannt und kooperiert mit anderen Museen im In- und Ausland. Der Bestand ist auf über 75.000 Bände angewachsen und das Veranstaltungsprogramm wurde stets erweitert.

Anlässlich des Jubiläums ist die Publikation „Einhundert Einblicke in die Schätze des Klingspor-Museums“ erschienen, die durch die Struktur und Systematik der Sammlung führt. Sie ergänzt die anstehenden Jubiläumsveranstaltungen, mit denen der runde Geburtstag gefeiert werden soll.

Auf der Suche nach der perfekten Schrift
Am Freitag, 6. September, bittet das Museum zur Abendveranstaltung „Schrift mit allen Sinnen“. Ein Vortrag von Ute Andresen und eine Lesung von Ulf Erdmann aus seinem Roman „Nichts Weisses“, der die Geschichte einer Typographin auf der Suche nach der perfekten Schrift erzählt, warten samt musikalischer Begleitung von Kerstin Fahr auf die Besucher.

Das Symposium „Ins Besondere – Schrift- und Buchkunst gestern und heute“ bildet den Höhepunkt des Programms im Jubiläumsjahr. Hochkarätige Gäste aus New York, Amsterdam, Hamburg, Göttingen und anderen Städten erwartet Museumsleiter Dr. Stefan Soltek. Am 7. und am 8. November 2013, tragen die internationalen Experten auf „abwechslungsreiche und mosaikhafte Weise“ Aspekte der Buch- und Schriftkunst zusammen, werfen Blicke zurück aber schauen auch in die Zukunft. „Es war uns wichtig, die Vielfalt der Sammlung zu präsentieren und zu demonstrieren, von welchen Orten die Menschen kommen, mit denen das Klingspor Museum verbunden ist“, fasst es Dr. Stefan Soltek zusammen.

Unter den Referenten finden sich prominente Charaktere wie die Schauspieler Barbara Auer, die eine Lesung halten wird, oder Gerhard Steidl aus München, aber auch regionale Größen wie Professor Sascha Lobe, der an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung Typographie lehrt.

Detaillierte Informationen zum Symposium finden sich im Internet unter www.offenbach.de/klingspor-symposium .
Die Teilnahme kostet 15 Euro für zwei Tage. Anmeldungen sind telefonisch, schriftlich oder per E-Mail (klingspormuseumoffenbachde ) möglich.
Wer sich bis zum 30. September anmeldet, erhält Freikarten für die Buchmesse.

Zum Ausklang des Jubiläumsjahres findet am 14. Dezember eine Gesprächsrunde mit Protagonisten des Museums und des Freundeskreises statt.