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Ergänzende Informationen im Nachgang zum gestrigen Pressetermin.

Warm-weiß statt gelblich-diffus und vor allem energiesparend wird die Beleuchtung in der Offenbacher Innenstadt bald sein: gemeinsam haben das Wuppertaler Büro Licht I Raum I Stadt, das Amt für Stadtplanung, Verkehrsplanung und Baumanagement, Energieversorgung Offenbach und Karree Offenbach einen Lichtmasterplan für Offenbach erstellt, der neben gestalterischen Aspekten auch lichttechnische Elemente umfasst.

Dazu passt, dass der Stadtverordnetenbeschluss von 1998 über die Verwendung energiesparender Lampen jetzt angepasst wurde: „Seinerzeit löste die Natriumdampf-Hochdrucktechnik (NAV) die Quecksilberdampf-Hochdrucktechnik (HQL) ab. Diese galt als wesentlich energiesparender“, erläutert Achim Weipert vom Stadtplanungsamt. Inzwischen jedoch gilt Lumineszenz-Dioden-Beleuchtung (LED) als state of the art, diese sind energieeffizienter und insektenschonender, weil das Licht zielgerichtet gelenkt werden kann. Rund 60 Prozent Energie lässt sich mit LED-Technik einsparen, zudem ist die Lebensdauer der Leuchtmittel dreimal höher. Der Austausch der Leuchten soll sukzessive und kostenneutral erfolgen. So wird bei anstehenden städtebaulichen Projekten wie dem Stadthof LED-Technik zum Einsatz kommen. „Dort haben wir dann zwar mit den beleuchteten Wassertischen ein Plus an Lichtquellen, können aber trotzdem rund 63 Prozent Energie einsparen“, so Stefanie Günther, Fachreferentin Städtebau und Bauberatung. Außerdem erlaube diese Technik eher warm-weißes Licht und eine insgesamt realistischere Anmutung: „Natriumdampftechnik produziert eher gelbliches Licht, der Gesamteindruck ist eher diffus.“

Neben den verwendeten Leuchtmitteln behandelt der Lichtmasterplan vor allem auch gestalterische Aspekte, wie die einheitliche Farbe anthrazit statt blau bei Leuchtenmasten und die gezielte Akzentuierung einzelner Gebäude. Aber auch private Akteure wie das Karree Offenbach sollen für einen kreativen und künstlerischen Umgang mit Licht gewonnen und bei der Umsetzung unterstützt werden. Dazu zählen Fassadenilluminationen und Lichtkunst, aber auch die alljährliche Winter- und Weihnachtsbeleuchtung. Der Lichtmasterplan ist Bestandteil des „Lichtkonzepts“, einem Teil des Handlungskonzeptes „Aktive Innenstadt Offenbach“ zur Verbesserung der Attraktivität der Frankfurter und der umliegenden Straßen.