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Die Sana Kliniken AG hat dem Magistrat der Stadt Offenbach am Mittwoch, 13. November, den bilanzierten Zwischenabschluss für das Klinikum vorgelegt. Mit dem zwischenzeitlichen Abschluss werden die finanziellen Risiken zwischen den beiden Gesellschaftern getrennt. Bereits in den Verkaufsverhandlungen hatte die Stadt Offenbach eine Absicherung getroffen und die Wiederherstellung des Eigenkapitals mit einem Höchstbetrag von maximal 50 Millionen Euro zugesagt.

Nach dem Bericht der Wirtschaftsprüfer erreichen zum Stichtag (31.07.2013) die Verluste knapp 80 Millionen Euro. Darin ist das Defizit für das Jahr 2012 in Höhe von 42 Millionen Euro enthalten. Die Gründe dieser Negativentwicklung liegen laut Wirtschaftsprüfer in rückläufigen Erlösen, hohen Personalkosten sowie einmaligen Sonderbelastungen. Hierzu zählt auch die Kündigung eines Kooperationsvertrages auf dem Gelände des Klinikums und den sich daraus ergebenden Belastungen.

Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Peter Schneider betont, dass die Stadt Offenbach von Beginn an damit rechnen musste, den gedeckelten Betrag von 50 Millionen Euro tragen zu müssen. „Wir haben diesen Betrag bei den dargestellten Gesamtkosten von Beginn an eingepreist. Mit dem Bericht der unabhängigen Wirtschaftsprüfer ist jetzt ein weiterer entscheidender Schritt im Übergang des Klinikums an die Sana AG vollzogen.“

Nach Einschätzung von Thomas Lemke, Vorstand der Sana Kliniken AG, war aus den vorliegenden Daten eine Negativentwicklung in diesem Ausmaß nicht erkennbar. „Als verantwortungsbewusster Partner werden wir aber unsere eingegangenen Zusagen verlässlich erfüllen und die 30 Millionen Euro Verluste der Vergangenheit finanzieren“, so Lemke weiter. Die laufende Neuausrichtung liege im Plan und soll das Klinikum durchgreifend fit machen.