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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Pressetermin, 27. November,  nicht teilnehmen konnten.

Dass Offenbach und Frankfurt immer näher zusammenwachsen, zeigen nicht nur gemeinsame Projekte und Bauvorhaben, sondern langsam auch der Offenbacher Mietspiegel. Nach vier Jahren ohne merkliche Änderung steigen nun die Mietpreise leicht an. Ursache dafür sind vor allem Sanierungen von Altbauten.

Gemeinsam mit dem Mieterbund Offenbach e.V. und dem Verein der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer veröffentlicht das Wohnungs-, Versicherungs- und Standesamt nun den aktuellen Mietspiegel für 2014. Anhand der übersichtlichen Tabelle können sich Mieter wie Vermieter über die ortsübliche Vergleichsmiete informieren. Als Grundlage dienen die Daten des gesamten Stadtgebiets. Einbezogen wurden Wohnungen zwischen 35 und 100 Quadratmetern in Mehrfamilienhäusern.

Wer wissen möchte ob er zu viel Miete bezahlt, muss erst einmal prüfen, in welcher Gegend er lebt. Denn zu den Vergleichskriterien gehört nicht nur das Baujahr, sondern auch die Einordnung der Wohnlage in einfach, mittel und gut. Hier reicht die Mietpreisspanne von 3,40 Euro pro Quadratmeter in Häusern mit einem Baualter vor 1960 bis zu einem Quadratmeterpreis von 11,20 Euro für Wohnungen in neuen und vollausgestatteten Immobilien. Dank umfangreicher energetischer Sanierungsmaßnahmen wurden vielerorts die Mieten angehoben. Die Erhöhungen betragen zwischen 0,8 und 4,34 Prozent je nach Lage und Ausstattung. Mit dem Anstieg nähern sich die Mietpreise an das Niveau Frankfurts. Die Nähe zur Großstadt hat ebenso Auswirkungen auf die Preisentwicklung. Wohnungen in Offenbach werden immer begehrter. „Trotzallem finden sich in Offenbach noch viele günstige Wohnungen“, versichert Detlev Dieckhöfer, Geschäftsführer des Mieterbundes. Der Abstand zur großen Bankenstadt sei noch deutlich. Vor allem günstiger Wohnraum werde in Offenbach stark nachgefragt, so der Experte weiter.

Der Offenbacher Mietspiegel gilt als „verhandelter Mietspiegel“. Das heißt die angegebenen Preisspannen sind für die Vermieter nicht zwingend. „Unser Mietspiegel ist kein Gesetz aber ein Indiz“, fasst es Stadtrat Dr. Felix Schwenke zusammen. „Er dient allen Beteiligten als Hilfsmittel und zur Orientierung.“ Denn die geforderte Miete darf die üblichen Mietpreise in einer Gemeinde nicht übersteigen. Manfred Kind vom Verein der Haus-, Grund- und Wohnungseigentümer weiß: „Der Mietspiegel dient der Befriedung und zur Vermeidung von Prozessen.“

Die Tabelle kann ab Ende Dezember 2013 beim Mieterverein sowie beim Wohnungsamt bezogen werden. Außerdem steht sie ab Januar 2014 auf der Internetseite der Stadt zur Verfügung.