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Ergänzende Informationen für alle Kolleginnen und Kollegen, die am Pressetermin, 15.11.2013, nicht teilnehmen konnten.

Die Leistungen, die die Stadt Offenbach und ihre Gesellschaften für die Bürger erbringen, sind vielfältig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leeren die Mülltonnen, erteilen Baugenehmigungen, steuern Busse, unterrichten bei der Volkshochschule, erschließen Grundstücke, zeigen einzigartige Schätze in den Museen, betreuen den Nachwuchs in den Kitas oder bieten im Capitol einen stimmungsvollen Rahmen für Events. Die Stadtverwaltung und die Gesellschaften der Stadtwerke Offenbach Holding begleiten die Menschen, die hier leben, in vielen Situationen quasi von der Wiege bis zur Bahre.

Nicht alle dieser Aufgaben und Leistungen ordnen die Offenbacherinnen und Offenbacher tatsächlich der Stadt oder einer ihrer Gesellschaften zu. Zu komplex sind die Struktur der Produkte sowie ihre Zuordnung auf Verwaltung und Konzern. Eine klar strukturierte Markenarchitektur soll künftig die Zuordnung der Leistungen zu Stadt und Stadtwerke erleichtern und dem Bürger einen freien Blick auf die dort angebotenen Dienstleistungen bieten. Stadt und Konzern haben in den vergangenen Monaten gemeinsam die Grundlagen hierfür erarbeitet. „Ein Meilenstein“, so Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider, „wir schaffen so ein gemeinsames Zugehörigkeitsgefühl bei den Beschäftigten, gemeinsame Gestaltungselemente zeigen dem Kunden die Breite unseres Angebotes. Am Ende werden wir mit der gemeinsamen Linie stets neue Kosten für die Grundlagen der Gestaltung von Broschüren und Werbemittel sparen“.

Für ein abgestimmtes Design zwischen der Stadt und dem Konzern besteht auch aus einem weiteren Grund Handlungsbedarf: Derzeit arbeitet die Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft mbH an einem Relaunch der Homepage offenbach.de. Ein neues Content Management-System ist dringend erforderlich, um dem Bedürfnis nach Interaktion Rechnung zu tragen. Verwaltung und städtische Gesellschaften betreiben gemeinsam ihr Internetportal. Gestaltungsvorgaben müssen vorab feststehen, um in die Programmierung einzufließen.

Zum Gestaltungshandbuch der Stadt Offenbach
Für alle Ämter der Stadtverwaltung gelten künftig einheitliche Vorgaben. Ein cyanblauer Streifen – der Stadtfarbe – am linken Bildrand steht für ein Produkt der Stadt Offenbach. Das OF-Logo wird dezent modernisiert. Der Zusatz Stadt entfällt. Die Vorgaben der Offenbacher Grafikerin Agnes Stockmann lassen den verschiedenen Organisationseinheiten Freiraum für Akzente, die das jeweilige Thema setzt. Für Plakate mit einem hohen künstlerischen Anspruch, werden die Vorgaben reduziert. Dennoch bleibt der Absender „Stadt Offenbach“ erkennbar.
Die Kosten für die Erarbeitung des Handbuchs werden sich innerhalb weniger Monate amortisieren, da in den Ämtern nicht mehr für jedes Werk externe Büros für die Grundlagen des Designs engagiert werden müssen.
„Wir wollen die gesamte Bandbreite der Offenbacher Dienstleistungen in einem Design zusammenführen“, fasst es Matthias Müller, Pressesprecher der Stadt, zusammen.

Zur Markenarchitektur der Stadtwerke Offenbach Holding
Bereits 2010 wurde ein Unternehmenskonzept beschlossen, das die Definition von vier Geschäftsfeldern und den Aufbau einer gruppenweiten Informations- und Kommunikationsstrategie vorsieht. Die SOH Stadtwerke Offenbach Holding GmbH möchte zukünftig deutlicher als kommunale Unternehmensgruppe auftreten und die Partnerschaft zur Stadt stärker in den Fokus rücken.
Eine Marktforschungsuntersuchung hat ergeben, dass die Bürger schon lange nicht mehr alle Töchter- und Enkelunternehmen, die seit der Gründung der Stadtwerke entstanden sind, dem Mutterkonzern zuordnen. Im Außenauftritt ist die Unternehmensgruppe heute mit 19 Logos sichtbar. Somit wird eine Vielzahl der vielfältigen Leistungen nicht mehr den Stadtwerken zugeordnet. Die neue Markenarchitektur soll nun für den Bürger sichtbar machen, was die Stadt für ihn leistet. Dass die Entsorgung städtische Aufgabe ist, mag für die meisten Bürger noch erkennbar sein, doch dass die Stadt auch das Neubaugebiet am Hafen Offenbach entwickelt oder für die Bürger im Herbst die Spielplätze sicher macht und das neue Stadion auf dem Bieberer Berg betreibt, ist vielen nicht bewusst. Zu viele Logos, Abkürzungen und Gesellschaftsnamen tauchen auf Visitenkarten und in Presseartikeln auf. Dabei haben all diese Leistungen den selben Absender: Die Stadtwerke Offenbach. Oberbürgermeister Horst Schneider brachte die Zielsetzung der Maßnahmen auf den Punkt: „Wo Offenbach drin ist, steht auch Offenbach drauf!“ Die Reduzierung der Komplexität ist daher oberstes Ziel der lang geprüften und sorgfältig entwickelten Maßnahmen.

Die Stadtwerke Offenbach stehen mit dieser Strategie nicht alleine. Bundesweit haben Stadtwerke ihre Kräfte gebündelt und alle Leistungen zu Geschäftsfeldern zusammengefügt, um einen klaren und geschlossenen Außenauftritt zu erreichen. Der Zeitpunkt für die Maßnahme ist ideal, denn gerade beschloss die Stadtverordnetenversammlung Corporate Design-Richtlinien für die Stadtverwaltung, die in der Markenarchitektur der SOH berücksichtigt werden. Außerdem steht der Internetrelaunch kurz bevor, der den gemeinsamen Internetauftritt von Stadt und Stadtwerke neu strukturieren und übersichtlicher gestalten soll.

Was bedeutet die Markenarchitektur konkret?
Das Logo der SOH wird zur Dachmarke und integriert in einem Markensystem die Geschäftsfelder Immobilien, Stadtservice, Mobilität und Veranstaltungen.
Diese so genannten Kompetenzmarken strukturieren und verdeutlichen das Leistungsportfolio. Die Geschäftsfelder werden durch Kompetenzmarken visualisiert und in die Dachmarke „Stadtwerke Offenbach – Unternehmensgruppe“ integriert. Ein Hinweis zur Stadt Offenbach soll die Zugehörigkeit unterstreichen. „Alle Dienstleistungen die die Stadtwerke erbringen, erbringen sie im Auftrag der Stadt Offenbach“, so Regina Preis, Pressesprecherin der Stadtwerke Offenbach Holding, „Dies soll nun noch klarer dargestellt werden. Als deutliches Bekenntnis zur Stadt Offenbach und ihren Bürgern.“
Zur leichten Unterscheidung werden jedem Geschäftsfeld andere Farben zugeordnet. So entsteht eine schlüssige Markenfamilie. Immobilien bleiben Rot. Stadtservice erhält das kommunale Orange. Die Mobilität färbt sich in einem frischen Grün und das Geschäftsfeld der Veranstaltungshäuser tritt zukünftig in einem Grau auf.
Die alten Logos der Gesellschaften werden nicht mehr verwendet. Die Firmierungen der Gesellschaften bleiben jedoch erhalten und ordnen sich den Geschäftsfeldern unter. Im Fokus stehen die angebotenen Dienstleistungen. Einzige Ausnahme sind stark vertriebsorientierte Produkt- bzw. Projektnamen, deren Markenbekanntheit ausgeprägt ist. Diese Logos bleiben erhalten. Eigenständige Marken sind „An den Eichen“, „Hafen Offenbach“, „Capitol“ und „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“. Sie treten mit eigenem Logo aber immer mit einem Hinweis zum Geschäftsfeld bzw. zur Kompetenzmarke auf.

Bei der Markenarchitektur geht es also nicht um ein umfassendes Redesign, sondern um eine klare Strukturierung von Absender und Dienstleistungen zugunsten der Bürger. Von einem klaren Auftritt profitieren Bürger, Stadtwerke und Stadtverwaltung gleichermaßen. Es wird deutlich wie umfangreich das Angebot der Stadtwerketöchter tatsächlich ist und wie nah am Bürger die Stadtwerke arbeiten, um Offenbach als lebens- und liebenswerte Stadt zu erhalten.