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Stadt und Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main bereiten derzeit gemeinsam einen Prozess für einen „Masterplan für die Entwicklung Offenbachs“ vor. Die IHK hat Anfang diesen Jahres für die Erarbeitung eines Masterplans geworben. Auch die Stadtverordnetenversammlung sprach sich für ein solches Konzept aus, das federführend durch das Amt für Stadtplanung-, Verkehrs- und Baumanagement auf den Weg gebracht wird.

Oberbürgermeister Horst Schneider betont die Bedeutung: „Die vielen Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten Offenbachs werden in der Stadt und draußen nicht immer richtig wahrgenommen. Der Masterplan soll die vielen guten Ansatzpunkte zu einem Gesamtbild mit einer klaren Zielsetzung und Ausrichtung verknüpfen.“ Alfred Clouth, Präsident der IHK Offenbach ergänzt: „Wir brauchen dringend ein strategisches Gesamtkonzept. Darüber hinaus müssen wir uns aber auch Gedanken machen, wie wir die dann formulierten Ziele erreichen wollen. Dabei geht es auch um die Optimierung der für die Unternehmen bedeutsamen Verwaltungsabläufe und Verfahren.“

Der Oberbürgermeister, der IHK-Präsident, verschiedene Amtsleiter und Fachkräfte, IHK-Vertreter, Geschäftsführer von städtischen Gesellschaften und Unternehmer haben sich in zwei Workshops, zuletzt am 20.12., getroffen und das Vorgehen diskutiert. Dabei wurde festgehalten, dass es sich beim Masterplan um einen von Stadt und Wirtschaft gemeinsam getragenen strategischen Ansatz mit konkreten Handlungsempfehlungen handeln wird. Der Begriff Masterplan ist aktuell noch ein Arbeitstitel, der im weiteren Prozess durch einen treffenderen ersetzt werden wird. Präsident Clouth unterstreicht: „ Uns eint das Ziel den Standort Offenbach zu stärken. Nur gemeinsam lässt sich ein verbindliches und ausgewogenes Konzept entwickeln.“ Die IHK plane die Interessen der Unternehmen in einem Verein zu bündeln, der auch die Kofinanzierung des Prozesses übernehmen solle.“ Hierzu gebe es im Januar ein erstes Treffen.

Stadt und IHK einigten sich deshalb auf vier Handlungsfelder: „Wirtschaft“, „Wohnen / weiche Standortfaktoren“, „Verkehr / Infrastruktur“ und „soziale Entwicklung“. Oberbürgermeister Schneider hebt hervor: „In diesen Handlungsfeldern sind, neben anderen, jeweils folgende Kernthemen abzuarbeiten: „Regionale/ globale Einzeltrends“, „Image / Alleinstellungsmerkmale“, „Umwelt / Klima“ und „Flächenpotenziale und –entwicklung“.

Der nächste Schritt sei die Entscheidung der Gremien von Stadt und IHK über den nunmehr ausgearbeiteten Vorschlag der Prozessgestaltung des Masterplans sowie eine Sammlung der statistischen und planerischen Grundlagen. In der Folge müsse von Seiten der Stadt und der Wirtschaft die Finanzierung des Prozesses geklärt werden. Sobald die Basis für den Prozess geschaffen sei, werde die Öffentlichkeit in einer Bürgerversammlung eingebunden.