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Die Kritik des Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling am Bauantrag der Fraport unmittelbar vor der Landtagswahl in Hessen findet in Offenbach volle Unterstützung: „Das Fraport-Timing ist für alle Lärmgeschädigten ein Affront“, sagt Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider. Die Frankfurter Flughafengesellschaft hatte am 17. September den Bauantrag für das umstrittene Terminal 3 eingereicht.

Dieser Antrag so kurz vor dem Urnengang am 22. September nehme keinerlei Rücksicht auf kritische Stimmen aus der Region, so der Mainzer OB Ebling. Zudem basiere er auf unrealistischen Prognosen im Planfeststellungsbeschluss, ergänzt nun Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider. Hierin werden bis 2020 rund 701.000 Flugbewegungen pro Jahr vorausgesagt. „Dabei lag die Zahl der jährlichen Flugbewegungen seit Inbetriebnahme der neuen Nordwest-Landebahn bei weniger als 490.000“, betont der Flughafendezernent.

Wie die Offenbacher Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung fordert Bürgermeister Schneider neue, realistische Prognosen für die Entwicklung der Flugbewegungen am Frankfurter Airport: „Solange muss der Bauantrag für das Terminal 3 ruhen, er darf nicht von jetzt auf gleich bearbeitet werden.“ In ihrem Positionsbeschluss vom 12. September gehen die Offenbacher Stadtverordneten davon aus, dass das Terminal 3 wohl überhaupt nicht erforderlich sei – und wenn, dann nur in einer sehr reduzierten Form.