Sprungmarken
Suche
Suche

Wolfgang Baßmann, Marianne Haun, Petra Krämer, Hans Möller und Wolfgang Wiechert erhalten heute aus den Händen von Oberbürgermeister Horst Schneider den Ehrenbrief es Landes Hessen. Sie haben mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit, in unterschiedlichen Bereichen, das gesellschaftliche Leben der Stadt Offenbach am Main mitgestaltet. Der Bogen spannt sich vom Engagement im Sportverein über die Arbeit bei der Innung oder Gerichten bis hin zum wissenschaftlichen Engagement in der Numismatik. Diese breite Auswahl macht deutlich, dass das Gemeinwohl jeden angeht und auch von vielen als Herausforderung und Verpflichtung empfunden wird. Rechnet man allein die Jahre zusammen, in denen sich diese fünf Persönlichkeiten ehrenamtlich engagiert haben, kommt man auf die stattliche Zahl von 198 Jahren.

Diese fünf zu Ehrenden haben sich nicht aus beruflichen, familiären oder auch aus Alters-Gründen davon abhalten lassen, zusätzlich ein Ehrenamt auszuüben.

Wolfgang Baßmann engagiert sich seit rund 59 Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Vereine und Ämtern. Sein Engagement begann 1954 - 1974 im Verein Wiking Offenbach. Er war unter anderem als Mitglied des Spielausschusses zuständig für die Spiele der Alt-Herren-Mannschaft, Abteilungsleiter der Alt-Herren-Mannschaft und Beitragskassierer. 1965 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Post-Sportvereins Blau-Gelb Offenbach. Seit 1974 gehört er der Gemaa Tempelsee e. V. an. Hier begleitete er von Beginn an verschiedene Ämter vom Abteilungskassierer der Soma-Mannschaft bis hin zum Kassierer im Hauptverein. 2004 wurde er zum Ehrenmitglied der Gemaa Tempelsee e. V. ernannt. Seit 1996 ist er Mitglied im Vorstand der Altfußballer und dort immer bemüht die Kameradschaft, Geselligkeit und Geborgenheit in den Vordergrund seines Tuns zu stellen. Bis heute kümmerte er sich schon immer intensiv um die Mitglieder des Vereins, macht Besorgungen, Krankenbesuche, überbringt Glückwünsche und gibt Älteren und Kranken das Gefühl, dass Jemand für sie da ist, dem sie sich anvertrauen können.

Marianne Haun engagiert sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen. Seit ca. 14 Jahren ist Sie im Vorstand der Privatinitiative für Singles und Alleinerziehende e. V (PiSA) tätig. Neben der Unterhaltung einer Begegnungsstätte und der Förderung von kulturellen und sportlichen Interessen bietet die Initiative Beratung und aktive Hilfe bei persönlichen Problemen an. Sie war 13 Jahre Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Fa. Rohé in Offenbach bis zu deren Insolvenz und ist seit ca. 9 Jahren auch Ehren-Richterin am Sozialgericht Frankfurt. Als begeisterte Hobby-Schützin ist es für sie nahezu selbstverständlich, dass sie sich auch hier engagiert. Seit über 30 Jahren unterstützt Sie den Vorstand der Schützenvereinigung 1914 e. V. als Schatzmeisterin.

Petra Krämer ist seit ca. 30 Jahren Meisterbeisitzerin in der Prüfungskommission für Friseure und seit knapp 17 Jahren schlichtet Sie als Gesellenbeisitzerin im Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten, Konflikte zwischen Arbeitgeber und Auszubildenden. Mit der praxisnahen, fachkundigen Abnahme von schriftlichen und praktischen Prüfungen und der Tätigkeit im Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, junge Leute bei einem fairen Start ins Berufsleben zu begleiten.

Hans Möller ist seit 63 Jahren ein wertvolles und sehr geschätztes Mitglied in der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft (FNG). Er begleitete unter anderem von 1973 – 1986 das Amt des ersten Schriftführers, erklärte sich aber darüber hinaus bereit die Unterlagen der FNG weiterzupflegen. Er ist nicht nur der Archivar der FNG, sondern auch deren Gedächtnis. Er gilt seit Jahren schon auf dem Feld der numismatischen Forschung als anerkannte fachliche Autorität. Seine Beiträge zur hessischen Münzfunderfassung sind dabei ebenso zu nennen, wie seine Veröffentlichungen zur hessischen Münzgeschichte in Fachpublikationen. Auch in Offenbach hat er sein immenses Wissen und seine Arbeitskraft ehrenamtlich eingebracht. Er ordnete die städtischen Münzen-, Medaillen- und Banknotensammlung in einem Zeitraum von 10 Jahren.

Wolfgang Wiechert ist seit 1998 Handelsrichter. Die Laienrichter stehen dem Berufsrichter mit ihrem Stimmrecht zur Seite und bringen – neben Kenntnissen über Recht und Gesetz – auch ihre Lebens- und Berufserfahrung mit in die Rechtsprechung ein. Mit seinem Engagement hat er einen wertvollen Beitrag zur Rechtsfindung, für ausgewogene Urteile, für den Rechtsfrieden, für den sozialen Frieden und für den Arbeitsfrieden geleistet. Durch seine berufliche Erfahrung als Geschäftsführer der agotrans logistik GmbH und sein Engagement als Handelsrichter war er eine wertvolle Hilfe bei der Rechtsfindung der 2. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Darmstadt.

 
Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist ein Aushängeschild dafür, was man eine „Faire Gesellschaft“ nennen kann. Eine Gesellschaft, in der der Eine dem Anderen hilft. Diese klassenlose Auszeichnung, die es nur in dieser einen klaren Form gibt, ist ein Dank der Hessischen Landesregierung an diejenigen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die freiwillig und unentgeltlich Leistungen für die Allgemeinheit erbringen.